Tie Marranen in Portugal.
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rauen. Er mag Wahl die Steuern mit großer Strenge eingetrieben undvom Könige Erlasse gegen Umgehungen erwirkt haben, vielleicht warer auch bösen Herzens. Ihn betrachtete nun das Volk von Lissabonals einen Ausbund aller Schlechtigkeiten.
Diese Stimmung gegen die Mnrranen benutzten die boshaftenTominikaner, um sie, die Lieblinge des Königs Manoel, der Ver-tilgung preiszugeben. Einige Neuchristen wurden am Passahabend(8. April 1505) betroffen, wie sie den jüdischen Riten zur Erinnerungan die Befreiung aus Ägypten oblagen. Sie wurden natürlich an-geklagt und eingekerkert; aber es scheint, daß das geistliche Gerichtder Bischöfe sie nicht verurteilen mochte, weil es noch im frischen An-denken hatte, wie die mit Gewalt zur Taufe Geschleiften ihren Wider-spruch dagegen laut und nachdrücklich erhoben hatten.^)
Diese Milde der Bischöfe war natürlich den portugiesischen Domini-kanern ein Greuel. Tie Macht ihrer Brüder in Spanien ließ ihnenkeine Ruhe. Sie begannen nun ihrerseits nicht bloß gegen die Gott-,losigkeit der Neuchristen zu predigen, sondern veranstalteten geradezuein Wunder, um das Volk zu fanatisieren. Es war eine sehr günstigeZeitlage für sie. Die Pest wütete damals in Portugal und raffte täglichviele Tausende hin, und die anhaltende Regenlosigkeit drohte mit einerneuen Mißernte. An diesen Plagen wären einzig und allein die Mar-ranen schuld, so hieß es allgemein oder wurde ausgesprengt. TieTominikaner verkündeten laut, daß in ihrer Kirche ein, in einem Kreuzangebrachter Spiegel in einem Fenerglanz Maria gezeigt und nochandere staunenswerte Wunder versichtbart habe. Sie waren in solchenVorspiegelungen geübt. Biel Volks strömte nach ihrer Kirche, um daSWunder zu bewundern. An einen Sonntag nach Ostern (19. April,1506) war die Kirche voll von andächtigen Gaffern, darunter auchgezwungener Weise Marranen. Einer derselben soll dabei eine un-gläubig klingende Bemerkung gemacht haben, entweder, der Wunder-glanz rühre von einer Lampe hinter einem gefärbten Glase her oder,was vermöge ein dürres Holz für Wunderzeichen zu tun, oder, waswahrscheinlicher klingt, „es wäre in der Dürre ein Wasserwnnder
M'HN 12 IM IK2VV 1'2 . . N'NN. Na 8 oa,renlm 8 ist ein echter
portugiesischer Familienname; im Bericht des anonymen Deutschen ist er offenbarin Mafia renns verstümmelt.
') Gutachten des Bischofs Coutinho bei Heine a. a. O. S. 178: . . .et aäso aligni (Inäasi baptisati) gni ooram ms aäänoti knere, taiugnaminonlxati a erimius liasrsosos (i. v. rslaxsus in luäaismmu) Ooo. äoli.ketru8 st sxi8eopn8 Ikunelialsn et pater l^eräinanäno so8 änäaeos repn-taliant et non basretieos. Das. S. 180: . . gua äs oansa epise. Ikunebalenst eAv illos, gui aä no8trn8 inann8 veniebant proptsr 8iinile8 ean8N8>>aers8eo8, äiinitti inanäavilnn8.
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