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Geschichte der Juden.
geschehen, um den Kaiser zu bewegen, die Ausweisung der Judendoch endlich zuzugeben, da sein Mandat doch nur „auf unwahrhaftiges,ungegründetes und ungestümes Drängen der Juden erlassen" sei.Die Judenfeinde, die Freunde der Cölner Dominikaner, hofften immernoch, den Kaiser gegen die Juden umzustimmen. Ihre Hoffnungenwurden aber getäuscht. Die Juden wurden vor der Hand nicht aus-gewiesen. Der Kurfürst Albert nahm sogar wieder Eingewanderteals Judenbürger in sein Gebiet auf — weniger aus Wohlwollen alsuus Eigennutz — erteilte ihnen die üblichen Privilegien — Zins nehmenzu dürfen, nur seiner Gerichtsbarkeit zu unterliegen — allerdings nuruns Zeit und für eine jährliche Judensteuer von 12 Gulden auf denKopf. Der Kirchenfürst zeigte aber dabei die Herzlosigkeit, in den,Aufnahmebriefe ausdrücklich zu bemerken, daß, wenn nahe Ver-wandte aus einem andern Bezirke seine Schutzjuden besuchen sollten,dieselben — Eltern bei ihren Kindern oder umgekehrt — bei Geld-strafe nicht länger als zwei Nächte bleiben dürften.Z Welche Um-wälzungen mußten erfolgen, bis dieses verstockte Geschlecht mit einen:Herzen von Stein für die Stimme der Menschlichkeit und des Mit-gefühls zugänglich gemacht wurde!
*) Bei Schaab das. S. 164, 169.