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Geschichte der Juden.
auf die hebräische Sprache, ihre Einfachheit, Tiefe und Göttlichkeit ist.„Die Sprache der Hebräer ist einfach, unverdorben, heilig, kurz undfest, in welcher Gott mit den Menschen und die Menschen mit denEngeln unmittelbar und ohne Dolmetsch von Angesicht zu Angesichtverkehren, nicht durch das Rauschen der kastalischen Quelle oder durchdie typhonische Höhle oder durch den dodonischen Wald oder dendelphischen Dreifuß, sondern wie ein Freund mit dem andern zusprechen pflegt". *) Ein für seine Altertümer eingenommener Judekönnte nicht begeisterter davon sprechen. Dieses Werk, welches Reuchlindem Bischof Dalberg von W o r in s gewidmet hat, bildet einenDialog zwischen einem epikuräischen Philosophen, einem jüdischenWeisen (Baruchias) und einem Christen (Capuio), die inPforzheim, Reuchlins Geburtsort, zusammengekommen wären. Esstellt sich die Aufgabe, nachzuweisen, daß die Weisheit aller Völker,die Symbole der heidnischen Religion, die Formen ihres Kultus nichtsweiter als Anerkennung oder Entstellung der hebräischen Wahrheitfeien, welche in den Worten, Buchstaben, ja selbst in den Figuren derhebräischen Buchstaben geheimnisvoll und tief enthalten sei.?) Eigent-lich hat Reuchlin damit mehr die Sprache der Kabbalisten in schönenlateinischen Wendungen und mit klassischer Gelehrsamkeit verherrlicht,um sie dem christlichen Publikum warm zu empfehlen. Die kindischeAuslegung der Namen und Buchstaben in der heiligen Schrift vonfeiten der Kabbalisten war es, die Capnio anstaunte, und er wendete sieauf die Dogmen des Christentums au.^) So schwärmte auch Reuchlinfür die Zahlendeutuug der Buchstaben des Gottesuamens (Tetra-grammaton), wie die Kabbalisten,ch für die zehn Sefirot derGeheimlehre^) und suchte für alle diese Spielereien pompöse Belegeaus der klassischen Literatur. Dieses mystische Kinderspiel übertruger auf das Christentum, sah in den ersten Worten der Schöpfungs-geschichte die Andeutung der christlichen Dreieinigkeit von Vater, Sohn
') Vs vsrbo iniritioo II p. 124.
2 ) Das. II. p. 134.
Das. Io. 3 Ende — er läßt den Inden Baruchias sprechen —: .It veroäs mübnslidst ssnsibillbus oonstantsm, purain st insllabilsin soisntiamtromini nsZ-avero, nisl non bnmana äisoiplina, 8sä äivina traäitions jnZIterab nno st itsin ab attsro Insrit rsosxta, guain nos vsbraei 0 ab dal amappsllamus, icl sst rsosptionsin. In <iua inajorss nostri praeparatisseiuitidrm sxsronsrs, nt ^.drabam vet «inisanis tanäsw is Insrit (nsinpsanotor Ilbri Is^ira), nt 8imou I1Iin8 looke'i, nt ^brabam seoull-ärm ooKuoinsnto L.bnlapbia8, nt ills Rambon (I. Lainban, i. s. RabbiNass I. diaobman), nt Rsoanatsnsl8 (läenaliem Rsoanati) eto.
Das. Io. 2>.
Das. Io. 18 u. a. a. St.