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9 (1907) Geschichte der Juden von der Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal (1494) bis zur dauernden Ansiedlung der Marranen in Holland (1618)
Entstehung
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Jakob Polak.

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sie dem Hange der Menschen, etwas Neues zu Tage zu fordern, ent-sprach und Handhaben bot. Zu Jakob Polaks Ehre muß es aber gesagtwerden, daß er den Mißbrauch, welcher später damit getrieben wurde,nicht verschuldet hat. Er war so vorsichtig, seine durch diese Methodeerzielten Entscheidungen nicht durch Schrift oder Druck zu veröffent-lichen oder zu verewigen. Nicht einmal eine Abschrift von seinenerlassenen Gutachten hat er angefertigt, weil er es einerseits als Hoch-mut ansah und anderseits befürchtete, die Spätem könnten seinenEntscheidungen blindlings folgen und sich an den Buchstabenklammern. H

Als angehender Rabbiner hatte Jakob Polak sich etwas heraus-genommen, wodurch er sich heftige Gegnerschaft und sogar den Bannzugezvgen hatte. Er hat e eine Frau aus einer reichen Familie, undseine Schwiegermutter hatte Zutritt zum böhmischen Hofe. Dieseverwitwete Schwiegermutter hatte ihre zweite Tochter vor derenMündigkeit (vor dem zwölften Lebensjahre) an einen TalmudkundigenDavid Zedners verheiratet, welche Verbindung sie aber bald sosehr bereute, daß sie die Auflösung der Ehe durchsetzen wollte. Dader Gatte aber auf Scheidung nicht entgehen wollte, so wollte dieSchwiegermutter, von Jakob Polak belehrt, die Ehe durch die ein-fache Erklärung des mündig gewordenen Weibchens:ich mag ihnnicht", aufgelöst wissen. Diese allzuleichte Ehescheidung unter solchenUmständen nach talmudischem Gesetze allerdings halb zulässigwar aber seit einem halben Jahrhundert durch Menache m vonMerseburgs) aufgehoben worden. Jakob Polak gab sich nichts-destoweniger dazu her, entweder aus Gefälligkeit gegen seine Schwieger-mutter, oder um den talmudischen Standpunkt festzuhalten, die Eheseiner jungen Schwägerin ohne weiteres als aufgelöst zu erklären.Dagegen erhoben nun fast sämtliche Rabbiner Deutschlands nach-drücklichen Widerspruch, namentlich sein Lehrer Jakob Ai argoleskurz vor seinem Tod und Piuehas von P rag, und belegten ihnsogar mit dem BannF) bis er den ungesetzlichen Schritt aufgeben und

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ttO.Oi'O O.O'UPO OLM .O'.O. Eine rabbinische Klügelei von I. Polak inbetrcff derGebetzeit am ersten Abend des Wochcnfestes s. bei Jesaia Horwitz Ans. rnplsL "OO.B. VIll.g S. 137 fg.

h Rsspp. Juda Menz Nr. >3; Salomo Lurja O- zn Traktat

ösdninot XIII. Nr. 7, ohne einen Namen zu nennen und die Notiz Nr. 2.