Samuel Abrabanel.
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in den: sich Zartheit und Weltllugheit, warme Anhänglichkeit an dasJudentum mit geselligem Anschluß an nichtjüdische Kreise vereinigten,war zugleich der Stolz und Notanker der italienischen Inden und allerderer, welche in deren wohltuende Nähe kamen. Samuel Abrabanelwar, wenn auch nicht so talmudisch gelehrt, wie ihn sein dichterischer Ver-ehrer schilderte, doch ein Freund und Förderer der jüdischen Wissen-schaft. Er berief mit seiner jungen mutigen Frau den aus Portugalgeflüchteten D a v i d I b n - I a ch j a als Rabbiner nach Neapel (1518),da die Gemeinde zu klein war, um einen solchen auf eigene Kosten zubesolden. In Samuel Abrabanels Hause hielt der gebildete Jbn-Jachja VvrträgeH über Talmud und wahrscheiulich auch über hebräischeGrammatik. So bildete er eiueu kleinen Mittelpunkt für die jüdischeWissenschaft in Süditalien. Aber auch der verderblichen Kabbalaräumte Samuel eine Stätte ein, ein Beweis, daß er den klaren Blickseines Vaters nicht besaß. In seinem Hause hielt ein Kabbalist.Baruch von Benevent, wahrscheinlich ein spanischer Flücht-ling, Vorträge über Kabbala und Sohar, und er trug dazu bei, sie aufAnregung des in die kabbalistische Mystik närrisch verliebten KardinalsEgidio von Viterbv christlichen Gelehrten zugänglich zu machen.Auch christliche Männer der Wissenschaft verkehrten in AbrabanelsKreise. Eiir Jünger Reuchlins, Johann Albert Wid m aun-st a d t, ein Mann von umfassender Gelehrsamkeit und freiein Blicke,der zuerst in Europa auf den Nutzen der syrischen Sprache aufmerksamgemacht hat, vervvllkommnete in diesem Kreise seine Kenntnisse derhebräischen Literatur.
Das Hauptlehrhaus für talmudische oder rabbinische Studien inItalien war damals in Padua, und zwar geleitet nicht von Italienern,
h S. Jbn-Jnchja in >?obai8ebelst p. 52 b gibt an, daß David I. I.van der Gemeinde nach Neapel berufen worden sei. Richtiger erzählt das Ver-hältnis der deutsche Gelehrte Widmannstadt, der sich in diesem Kreise bewegte.Seine interessante Relativ» möge hier eine» Platz finden: Hon dcwspb deobia.(soll heißen David 1. D. daobi-rs) Hwpaiuw (Immtannch veneraudas sanoti-tndini.8 et trnditioniv intra llebraeos exoellentis Heapoli traclitiones tal-mndickw doonit in asdibns Lainnslis Abrabanel anno Ob. 1582, nbieo stiam praeoeptors 8nin nsns. Dodem tsinpors andivi Harn ob Lene-ventsnnin (s Lsnövsuts Dwpauias?) optiinmn Oabbnlistain, gui priuin8libro8 2obari8 per ^.SKidinin VitsrböN8öm Oardinalsin in Obri8tiano8vnl^nvit .... Dnjn8 (.-Iben daobias) msinoria inibi rstrieavit vetsreinillornin lDootornin) oonsnstndinem, gnv8 non aiia de oansa. cousnnxignaw gnod Heapoli tnin oinuee evAnoveriin. Die Stelle ist mitgeteiltaus einer Note Widmannstadts von Landauer, Orient Literatnrbl. 1855, Nr. 21und Pcrlcs, Beiträge zur Geschichte der hebräischen und aramäischen Literatur.Landauer hat daselbst den Iap8U8 cniruni oder ineinorias Widmannstadtsberichtigt: Joseph ^ben daebias statt David.