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9 (1907) Geschichte der Juden von der Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal (1494) bis zur dauernden Ansiedlung der Marranen in Holland (1618)
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Die Juden in Italien.

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und andere hohe Kirchenfttrsten folgten diesem non oben gegebenenBeispiele und vertrauten ihren heiligen Leib meistens jüdischen Ärztenan.H So waren denn überhaupt jüdische Heilkünstler an: meisten damalstu Italien gesucht. Nach dein Vorgänge dieser Päpste, welche fastalle zugleich Gönner der Juden waren, wurden jüdische Flüchtlinge ausder Pyrenäischen Halbinsel und Deutschland und sogar Scheinchristen,welche in den Schoß des Judentums wieder zurückgekehrt waren, invielen norditalienischen Städten ausgenommen und zur Verkehrsfreiheitzugelassen.-) Die bedeutendsten Gemeinden in Italien bildeten sichnach Aufreibnng der Inden von Neapel (o. S. 3) durch Zuwachs ausder Fremde im Römischen und Venetianischen. Hier neben der StadtVenedigin der blühenden Stadt Padua und dort neben R o mdie Hafenstadt A n c v n a. Im Rate der egoistischen venetianischenRepublik herrschten in betreff der Juden zwei entgegengesetzte Ansichten.Einerseits mochte der Handelsstaat die von den Juden zu erwartendenVorteile nicht entbehren und überhaupt nicht mit ihnen anbinden,um es nicht mit deren Glaubensgenossen in der Türkei (den levanti-nischen Juden) zu verderben. Anderseits empfanden die venetianischenHandelshäuser Brotneid, gegen die jüdische Kaufmannschaft. Daherwurden die Juden im Venezianischen, je nachdem die eine oder dieandere Stimmung im hohen Rate der Signoria überwog, bald gehegt,bald gedrückt. In Venedig wurde zuerst unter allen italienischenStädten, wo Juden wvhnten, ein besonderes I u d e n q u a r t i e r,Ghetto, für sie eingeführt (März 1516) eine Nachahmung derdeutschen Gehässigkeit gegen sie.

Durchschnittlich erhielten die eingewanderten Juden, Spanieroder Deutsche, in Italien das Übergewicht über die Einheimischen;in rabbinischer Gelehrsamkeit oder in gemeindlichen oder anderenVerhältnissen immer waren jene die Tonangeber. Eine bedeutendeRolle spielten die Abrabanel in Italien. Das Familienhaupt zwar,Isaak Abrabanel, war durch Leiden und Alter zu sehr gebrochen, alsdaß er nach irgend einer Seite hin hätte eingreifend wirken können.Er starb, noch ehe die schwankenden Verhältnisse Festigkeit airnahmen,

*) Das. laoso illnstres Oaräinales, iunuineiabiles neue alias antistites,gut maximo euw sorrrm Z-auclio ^rapter luckaei ineclioi ckiliMutissimamvuiationem bvnani valstuclinein venere. 1'aoso et gnaiu maximnsoivitates st xroviueias, guas luckasi meckiei larnlsm enarranl. KomaLonstnm eommsuclnt, comprobatgus ete.

H Samuel Usque, 6c>nsolatzäc> x. 229. k ss as ksxanlmos te ilsster-ram e gueinmin na. ksxanba, gusr a 8eubvr, aus aebes guem ts rseollms äeixs viver livrs na Italia; vergl. Ilote S.

h Wolf, Aktenstücke in Naskir I, S. l 7, Gedalja Jbn-Jachja, Zelialsolisletgegen Ende.