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Geschichte der Jude».
Geschichtsschreiber seinem Vorgänger, Abraham Zacnto, weit, weitüberlegen. Für einen Rabbiner von Fach, der genötigt war, beigutachtlichen Auseinandersetzungen sich einer verdorbenen Mischsprachezu bedienen, die weder hebräisch noch chaldäisch klingt, ist die reineSprachform besonders bemerkenswert, und sein Geschichtswerk zeigtvon großer Gewandtheit nnd von Talent.
In Italien wimmelte es damals von flüchtigen Juden. Fastdie meisten derer, welche aus Spanien, Portugal oder Deutschland aus-gewiesen waren, berührten zuerst den italienischen Boden, uni, jenachdem, sich unter dem Schutze eines der duldsamen Machthaberdort niederzulassen oder weiter nach Griechenland, der Türkei oderPalästina zu wandern. Merkwürdigerweise zeigte sich das damaligePapsttum am judenfreundlichsteu unter den italienischen Fürsten.Alexander VI., Julius II., Leo X. und Clemens VII. hatten andereInteressen zu verfolgen und anderen Liebhabereien nachzuhängen, alsihr Augenmerk auf Quälerei der Juden zu richten. Sie und ihrKardinalkollegium beachteten die kanonischen Gesetze nur in so weit,als sie dieselben zur Erhöhung ihrer Macht und zur Füllung ihrerSäckel brauchten. Mit vollständiger Vergessenheit des Beschlussesauf dem Baseler Konzil, daß jüdische Ärzte nicht von Christeil zu Rategezogen werden sollten, wählten diese Päpste und ihre Kardinälevorzugsweise jüdische Leibärzte. Es scheint, daß bei dem geheimenKriege, dem Ränkeschmieden und der Giftmischerei, welche seit Alexan-der VI. in der Kurie im Schwange waren, wo einer in dem andern einengeheimen Feind argwöhnte, jüdische Ärzte deswegen beliebter waren,weil voll ihnen nicht zu befürchteil war, daß sie statt des Heilmittelseinem Papst oder Kardinal den Giftbecher reichen würden. Alexander VI.hatte einen jüdischen Arzt um sich, Bo net de Lates, aus derProvence eingewandert, der auch Sternkunde verstand, einen astro-nomischen Ring anfertigte und die Beschreibung desselben in lateinischerSprache dem Papste in überschwänglicher Lobhudelei widmetet)Bonet de Lates war später auch ein sehr beliebter Leibarzt bei PapstLeo X. lind hatte ans dessen Entschlüsse Einfluß. Julius II. hatteeiueu solchen an S i m e o u Z a r f a t i, der auch sollst in hohen Ehrenbei ihm stand;-) vielleicht war es derselbe, welcher nach dessen Jn-thronisierung eine lange lateinische Anrede an denselben hielt. Kardinäle
Bergt. Note 2.
2) David de Poniis äs rnsäioo Ilsbraso ». lO. (jaos iMer (VoMitieesinsäieos Itsbraeov babeMes) latilis II. Inil, gut setsderiiimlm lUiMouiriIliäaeum Limsonsin 2arlat.i iniuenMtlim, non «ins inaxiino äeeore,ürvors msiesäegus iuASiiti axuä se eonäuxit. Labseglleiiles eliani 8l»rnl,ixoMitioes (inaxima ex parls) Imlaslliu insäisum in eornin vnralioilsm
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