Die Gemeinde von Salonichi.
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kurzer Zeit erlangten hier die sefardischen Einwanderer das VvlleÜbergewicht über ihre Stammgenossen anderer Sprachen und selbstüber die Nrgemeinde, so daß die spanische Sprache die herrschende inSalonichi wurde, welche sich deutsche wie italienische Juden aneignenmußten, wollten sie im Verkehr mit ihren spanischen Religionsgenossenbleiben. Hier hatte sich der Enkel eines der letzten jüdisch-spanischenFinanzmeister, des Abraham Benveniste, welcher in so hohen: Ansehenbei Juan II, und dem Connetabel Alvaro de Luna ge-standen (VIII, 141 f,), niedergelassen, Jehuda Benveniste,der so viel von seinem väterlichen Vermögen gerettet hatte, daß ereine großartige Büchersammlung besaß. Er war die Fahne, um diesich die Schwergeprüften sammeln konnten, st Vertreter des Talmud-studiums waren hier lediglich Söhne der pyrenäischen Halbinsel; eineGelehrtenfamilie T a h t a s a k, El i e s e rS ch i m e o n i (gest. 1530)»)und Jakob Jbn-Chabib; alle diese waren keineswegs Fach-männer erster Größe. Nur der letztere hat ein literarisches Werk hinter-lassen, aber nicht über die strenge Halacha, sondern eine Sammlungsämtlicher agadischer Sentenzen aus dem Talmud mit Erläuterungeneigener und fremder Arbeit.») Auch die Philosophie und Astronomiewurde in Salonichi von spanischen Einwanderern einigermaßen ge-pflegt, von den Ärzten P e r a ch j a K o h e n, seinem Sohn DanielAhron Afia (A f f i u s) und Mose Almosnino.st Aberam meisten fand hier die Kabbala Pflege und zwar ebenfalls vonspanischen Einwanderern, von Joseph Taytasak, SamuelFranco und anderen.») Salonichi in der europäischen Türkeiund Safet in Palästina wurden mit der Zeit die Hauptnester fürkabbalistisches Brüten. — Weniger Bedeutung hatte die ehemaligeResidenzstadt der türkischen Sultane, Adrianopel, obwohl sichauch hier, wie in Nikopolis eine bedeutende Gemeinde mit sefar-dischem Hauptelement bildete.
Auch in Kleinasien bevölkerten die spanischen Flüchtlinge dieStädte Amasia, Brussa, Tria und T o k a t. Smyrna
st Eint, zu Chabibs Lu-.Inkod.
st Einleitung zu Athias Psalmenkvmnicntar; Schiineonis Todesjahr lc-zeichnct eine Grabschrist bei Cvnfvire, p. 32.
st Ln-Ialrob oder Ilu-Iisrael. zuerst ediert Konstantinvpel 1516 beim Lebe»des Kompilators, später von seinem Sohne Levi Jbn-Chabib vervollständigt.
st Vergl. darüber Frankel-Graetz, Monatsschrift, Jahrg. 1861, S. 25 ff.Zu Ahron Afia ist noch zu ergänzen: Gedalja (Jbn) Jachja edierte 1568 inVenedig: ^.ron plülosoplio Z' mebaüsieo exoellsntisvimo opinions8
saeaäas äs Iv8 mas autentioo8 x nntiAnos ?IüI» 8 opI >08 gus 8vbrs la alwasveriveron. Katalog der Bodleiana, g>. I6v2. Amatus Lnsitanus führt in seinerVII. Zentnrie (Nr. 15) einen Dialog mit LItins plülosoplms psrixatetiens.st Athias Einleitung.
Graetz, Geschichte der Juden. IX.
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