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Geschichte der Jude».
für sie herbeiführeu köuuteu. Außerden: bestand der Sultan darauf,Schaltiel, der bei Hvfe beliebt gewesen zu sein scheint, wieder in seinAmt einzusetzeu. Sv traten denn die Vertreter und Rabbiner sämt-licher Gemeinden Konstantinvpels abermals zusammen und beschlossen,den Bann aufzuheben, und ihn als ihren politischen Anwalt wiederanzuerkenuen (Mai 1520). Sie schrieben ihn: aber einige Bedingungenvor, denen er sich unterwarf, daß er wichtige, die Juden betreffendeAngelegenheiten nie ohne Zustimmung der Gemeindevertreter vor denSultan oder die Wesire bringen, und daß er überhaupt sein Amt nurzun: Besten der Judenheit verwalten solle. Einige hämische Über-fromme, „welche nichts Ordentliches gelernt und sich von der unwissendenMenge als Heilige anstauneu lassen wollten, kleine Füchse, die denWeinberg des Herrn zerstören und nur Zwietracht zu säen bestrebtwaren" (wie sie geschildert werden), erhoben Widerspruch gegen dieAufhebung des Bannes und des ersten Beschlusses. Infolgedessenmußten die Rabbiner der verschiedenen Gemeindegruppen ihr Wortzugunsten Schaltiels und seiner Wiedereinsetzung erheben. NächstElia Misrachi sprachen sich für ihn aus: I a k o b T a m I b u - I a ch j a,Abraham Ibn - Iaisch , Juda Ben - Bulat und anderespanische wie deutsche Rabbinatsverweser.
Die zweitgrößte Gemeinde des türkischen Reiches war Salonichi(das alte Thessalonica), eine ungesunde Stadt, die aber nichtsdesto-weniger die sefardischen Auswanderer anzog. Die Hauptströmnngderselben ging nach diesen: Knstenplatze, weil diese ehemals griechischeStadt mehr Muße für friedliche Beschäftigung bot als die geräusch-volle türkische Hauptstadt. Es entstanden hier daher bald mindestenszehn Gemeinden, und die meisten davon waren sefardischen Ursprungs.Später vergrößerten sie sich zu sechsunddreißig Gemeindegruppen.Salonichi wurde eine förmliche Judenstadt, in welcher mehr Judenals Nichtjuden wohnten. H Der Dichter Samuel Usque nannte dieseStadt hyperbolisch „eine Mutter des Judentums, gefestigt auf demGrunde des Gesetzes, voll von vorzüglichen Pflanzen und fruchtbarenBäumen, wie nun: sie gegenwärtig auf den: ganzen Erdeurundenicht wieder findet. Herrlich sind ihre Früchte, weil sie ein Überflußvon Mildtätigkeit bewässert. In ihr hat sich der größte Teil der ver-folgten und verbannten Söhne aus Europa und anderen Teilen derErde gesammelt, und sie nimmt sie mit Liebe und Herzlichkeit ans,als wenn sie unsere allerehrwürdige Mutter Jerusalem wäre."Ü In
h IIsspp. Samuel de Medina ( 212 -,, erste Edition, Konstantinopel 1550,miter dem Namen mpar) I, Nr. 881 ^ 12 - Die große
Zahl der Synagogengemeinden ist in der Gutachtenliteratur des XVI. suecul.angegeben, vcrgl. Immanuel Aboab: XomoloZür p. 307.
2 ) Samuel Usgue, Ooiuola^Lo III, Nr. 3-1.