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9 (1907) Geschichte der Juden von der Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal (1494) bis zur dauernden Ansiedlung der Marranen in Holland (1618)
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(beschichte der Juden.

versprengt waren, unterstützten ihn in seinem edlen Wirken, darunterein spanischer Arzt, David Ibn - Schvschan , gelehrt und Vvnedler Gesinnung, der nach seiner Einwanderung in hohen: Ansehenbei der Jerusalemer Gemeinde stand.

Wahrscheinlich kamen durch die Vermittlung des Obadja di Ber-tinoro und seiner Gesinnungsgenossen die trefflichen Beschlüsse zu-stande, welche sich die Gemeinde selbst als unverbrüchliche Gesetzeauferlegt und in eine Tafel in der Synagoge zur Erinnerung ein-gegraben hattet) sie waren gegen früher eingeschlichene Mißbräuchegerichtet. Solche Bestimmungen waren: Die mohammedanischeBehörde sollte in Streitsachen zwischen Inden nur im äußersten Falleangerufen werden. Der jüdische Richter oder Rabbiner dürfe nichtwohlhabende Mitglieder zwingen, Vorschüsse für die Gemeinde-bedürfn sse zu machen. Talmudbeflissene und Witwen sollten vonGemeindebeitrügen befreit sein. Juden sollten keine falsche Münzekaufen, und wem: zufällig dazu gelangt, sie nicht ausgeben. Ferner:Dem Spender eines Weihgeschenkes für Synagogen in Jerusalemsollte nach geschehener Übergabe kein Verfügungsrecht darüber inehrzustehen. Endlich, daß die Wallfahrer zun: Grabe des ProphetenSamuel keinen Wein trinken dürften. Tenn an diesem Tage pflegtenMänner und Frauen gemischt dahin zu wallen und zwar die letzterenunverschleiert, so daß, wein: der Weinransch die Sinne benebelt hatte,großer Unfug entstand. Eine noch größere Bedeutung erhielt dieheilige Stadt durch die Einwanderung des Isaak Schalal so. S. 18)mit seinen Reichtümern, seiner Erfahrung und seinen: Ansehen; sicfing dadurch an, wieder mitzuzählen.

Nächst Jerusalem hatte die verhältnismäßig jüngste StadtPalästinas, Safet in Galiläa, eine starke jüdische Einwohnerzahlund Gewicht erlangt, die allmählich so sehr znnahmen, daß sie mit derMutterstadt nicht bloß rivalisieren, sondern ihr auch den Rang ab-laufen konnte. Sie beherbergte zwar an: Ende des fünfzehnten undim Anfang des nächsten Jahrhunderts nur etwas über dreihundertjüdische Familien, Urbewohner (M o r i s c v s), Berber und Se-fardim.2) Auch hatte sie anfangs noch keinen bedeutenden einheimischen

*) Diese Beschlüsse teilt der anonyme italienische Pilger mit (in L-br-ivg. 24 b): mb bx rm mbrnm p"pb r.-r> riwrom m:pr>; sie scheinen

nicht lange vor seiner Ankunft 1526 Angeführt worden zu sein. Wenigstensmissen wir von einem derselben, die Weihgcschenke betreffend, daß er 1514 ver-einbart wurde; vergl. Note I. In diesem Jahre hat Obadja di Bertinvrohöchst wahrscheinlich noch gelebt, vergl. LssM. Elia Misrachi Nr. 45 undUssxi,. David Jbn-Abi-Simra I. Nr. 108. Dieses, im hohen Alter ausgestellteResponsum gibt an, derselbe sei noch nicht 40 Jahre tot.

-) Die Jtineraricn der zwei genannten italienischen Pilger im Jahrbucha. a. O. und in mbr-im