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Geschichte der Juden.
Jrrgäuge der Kabbala und erhob anderseits seine Augen zu den lichtenHöhen der Philosophie. Eine solche Mißverbiudnug zweier unver-träglicher Denkweisen war damals noch möglich. Alaschkar ging soweit, Maimuni und dessen philosophisches System gegen die ver-ketzernden Ausfälle der Finsterlinge in Schutz zu nehmen.
Vor dem Schrecken, den die spanischen Waffen über die nord-afrikanischen Juden gebracht haben, scheinen Zacuto und Alaschkarmit vielen andern Trinis verlassen zu haben. Sie hatten die Unmensch-lichkeit der liberkatholischen Spanier gegen die Juden hinlänglich kennengelernt. Der erstere wanderte nach der Türkei und scheint gleich daraufmüde ins Grab gestiegen zu sein (vor 1515)U) Alaschkar floh nachÄgypten und nahm dort vermöge seiner vielseitigen Kenntnisse undseines Reichtums eine geachtete Stellung ein.
In Ägypten und namentlich in der Hauptstadt Kairo hattensich ebenfalls viele jüdisch-spanische Flüchtlinge angesammelt und hierin kurzer Zeit ein bedeutendes Übergewicht über die jüdischen Ur-einwohner erlangt. Als sie dort eintrafen, fungierte noch über sämt-liche ägyptische Gemeinden wie in früherer Zeit ein jüdischer Oberrichteroder Fürst (Nagid, Reis) in der Person des ebenso edlen, wie reichenIsaak Kohen Schalal (oder Scholal, blühte um 1490, gest.1525 /) er war seinem Verwandten Nathan Schalal in dieserWürde nachgefolgt. Er war ein biederer Charakter, auch talmudiscbgelehrt, der sein hohes Ansehen, welches von dem ägyptischenMamelukensultan anerkannt war, und seinen Reichtum zum Wohlseiner Gemeinde und der dahin versprengen Flüchtlinge verwendete.Isaak Schalal stand daher bei seinen Zeitgenossen in hoher Achtung.Ohne Neid beförderte er verdienstvolle Männer unter den spanischenAuswanderern zu Ämtern, und dadurch gelangten diese nach und nachzu bedeutendem Einflüsse. Unter ihnen fand in Kairo eine Zufluchts-stätte der spanische Gelehrte Samuel Sidillo (oder Sid, Jbn-Sid, geb. um 1455, gest. um 1530/) ein Jünger des letzten toledanischen
U Zacutos Todesjahr ergibt sich annähernd aus dein Umstande, das; erin der ersten Edition des kompilatorischen Werkes unter dem Titel
oG-u mi,o (angeblich von Machir), das 1515 in Konstantinopel erschien, bereitsals Verstorbener zitiert wird, im , 2 ip> a.-non n'vw lvm uevL (vgl.
Herein (lbsmsck des Sen. Sachs VIIl, p. 210 und Katalog der Druckwerkeder Bodleiana s. v. Abraham Sacnt und Machir).
2) Vcrgl. Note 1.
Ü Dieser Name erscheint bei den Bibliographen verstümmelt. Er selbstnennt sich im Eingänge zu seinem talmndisch-methodologischen Werke imrvdas er im Alter, 1522 verfaßt hat (als Anfang zum Sammelwerke a-rmx. 29b:) h -wn. Seine Zeitg-nossen, Jakob Bcrab, Leviben Chabib
und andere, nennen ihn wo h Die sein Andenken tragende Synagoge
hieß nvw (in Meoraot Olam p. l9a). Salomo Athia nennt in seinem
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