Die Juden iu Nvrdafnko.
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und auch mehr Literaturgeschichte. Ein Anhang dazu war ein Jahr-buch der allgemeinen Geschichte. Zacutos Werk hat aber nur das Ver-dienst, die Geschichtsforschung unter den Juden angeregt zu haben;denn es ist weit entfernt von künstlerischer Anlage wie von Vollständig-keit. Er hat bloß aus Schriften, die ihn: zugänglich waren, formloszusammengetragen. Nicht einmal die Geschichte seiner Zeit, die Leidender spanischen und portugiesischen Inden, hat Zacuto vollständigoder in übersichtlicher Ordnung dargestellt. Seine chronologischen An-gaben sind auch nicht immer zuverlässig. Zucutos Chronik war aberein Kind des Alters und der Drangsale; er hat sie mit zitternder Handund mit bangem Gemüt wegen der nächsten Zukunft und ohne ge-nügende literarische Hilfsmittel zustande gebracht, und insofern verdientsie Nachsicht.
Gleichzeitig mit Zacuto lebte in Tunis Mose ben IsaakAlaschkar (Äschakar, geb. um 1470, gest. zwischen 1532 bis 1538)/)der früher in Zamora geweilt und bei der Vertreibung aus Spanienin Gefangenschaft geraten und in den Mecresfluten dem Tode nahewar, Alaschkar war ein scharfsinniger Talmudist, wie sein jung ver-storbener Lehrer Samuel Alvalensi, ein richtig denkender Kopf,,ohne beschränkte Einseitigkeit. Er vertiefte sich einerseits in die dunkeln
der Türkei ausgewandcrt ist, teilt Jmannel Aboab (Xomologia p. 301) mit:lainbien MMö ä Rnrgnia ei sxcsllentö ilstrciiuiino Kadi llbraliain,biso äs 8emnel Zacuto. Vvn einem seiner mohammedanischen Schüler be-richtet der abentcnernde mvstische Arzt Cornelius Agrippa von Nettesheimlepixtulae I,. I, Nr. tv, gegen Eiide): . . . aä iiia»nam illam Valentin»,(Valencia in Spanien) iirotieiselmur, nbi axnä 6omparatnm Lnrnvsnnm,>äiilo8oglinm, nstrolo^ningns exeei eitat.issininm, otim 2ac.nti äioeipn-lum, äs ts nerenntnnti. Über seinen christlichen Jünger Angnstin Riciovergl. Katalog der Druckwerke der öoälsiana 8. v.
') Nach einem Zitate bei Cvnforte zi 32b stammte M. Alaschkar ansZamora .mir -">11 (so zu lesen statt mir i-vr, .Katalog d. Bodleiana p. 1765)»nd war ein Jünger des Samuel Valensi. Da dieser nun bereits 1-187 starb,nach Zacutos Angabe, so muß der Jünger mindestens 1170 geboren sein. DasJahr 1530 kommt in seinen lieapp. vor, Nr. 67. Ec übte aber noch nach derEroberung vvn Patras durch Andrea Doria und nach der Gefangenschaft derdortigen Juden, also nach 1532 (üeaigi. Vir. 52 Ende). Dagegen war Alaschkarzur Zeit der Einführung der Ordination durch Jakob Berab 1538 bereits tot.Daß er in Tunis gelebt, gibt die Überschrift z» Hsspzi. ipiri pr' 11, Nr. 23 zu:.
i,rr'»m p pnx- i"x- mr 'i pwii cv.i. Daß er später in Ughpten und(Jerusalem gelebt, ist ans mehreren zeitgenössischen Response» bekannt. — Es. ist nicht richtig, daß er seine Replik gegen Schem-Tobs Polemik contra. Mai-muni (oirrn 'r ip nniri) 1495 verfaßt habe. Dieses Datum kommt darinnicht vor, wohl aber in einem seiner akrostichischen Gebete, die weder mit dergenannten Replik, noch mit den Response» im Zusammenhänge stehen. Ineinem dieser Gebete: ripn .irr spricht er von seinen Schicksalen: -n eoriioriio.-ixii 'wri lim ,-,.i-/'i. Über seine Schriften geben die Bibliographen Auskunft.