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9 (1907) Geschichte der Juden von der Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal (1494) bis zur dauernden Ansiedlung der Marranen in Holland (1618)
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Joseph Jbn-Jachja III.

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schivangerem Zustande, um nicht zur Taufe gezwungen zu werden,von einem zwanzig Ellen hohen Turm herab, blieb aber mit ihrerFrucht wunderbarerweise unversehrt. Die gefangenen Jachjidenerhielten erst durch Übergabe des größten Teiles ihres Vermögensals Lösegeld ihre Freiheit. In Florenz, wohin sie von Pisa übergesiedeltwaren, war auch keines Bleibens für sie. Denn diese Stadt war nachAbzug der Franzosen ein Tummelplatz wilder Leidenschaften gewordenzwischen den Anhängern des politisch-kirchlichen Schwärmers Giro -lamo Savonarola und seinen Gegnern. Don Joseph begabsich daher »ach Ferrara. Anfangs vom Herzog dieses Landstrichesfreundlich anfgenommen, wurde er später einer Anklage unterzogen,die entweder vom portugiesischen Hofe oder von jüdischen Denunziantengegen ihn erhoben war, er habe mit seinem Vermögen und seinerStellung die Marranen in ihrer Anhänglichkeit an das Judentumbestärkt und unterstützt. Zum zweiten Male wurde diese vielgeprüftejachjidische Familie in den Kerker geworfen, woraus sie wiederum nurdurch große Summen befreit wurde. Der Greis Don Joseph erlagaber diesen Qualen und starb gleich darauf (1498).

Die edle Familie A brabanel blieb von herben Schlägen undnnstäten Wanderungen nicht verschont. Der Vater Isaak Abrabanel,der in Neapel am Hofe des gebildeten Königs Ferdin a n d I. undseines Sohnes A lfvnso eine angenehme hohe Stellung gefundenbatte (Vilich 887), »rußte bei Annäherung der Franzosen die Stadtverlassen und mit seinem königlichen Gönner eine Zuflucht in Siziliensuchen. Tie einrückenden französischen Banden plünderten in seinemHanse alle Kostbarkeiten und zerstörten eine wertvolle Büchersammlung,die ihm das Kostbarste war. Nach dem Tode des Körrigs Alfonso begabsich Isaak Abrabanel nach der Insel Corfu zu seiner Sicherheit, bliebjedoch daselbst nur bis zum Abzug der Franzosen ans dem Neapoli-tanischen, dann ließ er sich in M o rr o p o l i (Apulien) nieder, wo ermehrere seiner Schriften aus- und rimarbeitete. Tie Reichtümer,die er im Dierrste des Portugiesischen und spanischen Hofes erworbenhatte, waren zerronnen, Frau und Kinder von ihm getrennt undzerstreutF) er lebte in düsterer Stimmung, woraus ihn nur die.Beschäftigung mit der heiligen Schrift und den Urkunden des Judentumszu reißen vermochte. Sein ältester Sohn Jehuda Leon MedigoA brabanel hielt sich irr Genua auf, wo er sich trotz des nnstätenLebens und des nagenden Schmerzes um sein ihm entrissenes und imChristentum in Portugal erzogenes Söhnchen mit Idealen beschäftigte.Leon Abrabanel war nämlich viel gebildeter, gedankenreicher und über-haupt bedeutender als sein Vater und verdiente mehr Beachtung,

9 Abrabanels Antwortschreiben an Saul Kohen, 8 >l and dessen Bio-gravhic von Chaskit».