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9 (1907) Geschichte der Juden von der Verbannung der Juden aus Spanien und Portugal (1494) bis zur dauernden Ansiedlung der Marranen in Holland (1618)
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Geschichte der Juden.

brief an e nen gelehrten und vermögenden Glaubensgenossen.I e s a i a M e s s e n i. zu richten, ihm in der Not beizustehen.i) DavidJbn-Jachja konnte doch wenigstens das Ziel seiner Wunsche, das Eldoradvfür die Unglücklichen, die Türkei und Konstantinopel, erreichen unddort ruhig seine Tage beschließend)

Nicht so gut erging es seinem Verwandten DonIosephIbnJach ja. 3 ) der als siebzigjähriger Greis aus Portugal hatte ent-fliehen müssen. Mit seinen drei Sühnen. Schwiegertöchtern, anderenVerwandten und einem Vermögen, das sich auf 100 000 Crusadvsbelaufen haben soll, wurde das Schiff, das ihn und die Seinigen trug,an die spanische Küste getrieben. Hier sollten er und die Seinigen demScheiterhaufen überliefert werden, weil sie es gewagt, als Juden denspanischen Boden zu berühren. Indessen hatte sich ihrer ein portu-giesischer Grande angenommen. Don Alvaro de Braganza,welcher mit Joseph Jbn Jachja wie mit Abrabanel von früher her be-freundet war und vor der Habsucht und dem Despotismus des portugiesischen Königs Joao II. in Spanien eine Zuflucht gefunden hatte.Don Alvnro hatte der Familie Joseph Jbn Jachja die Erlaubnis vomspanischen Hofe erwirkt, weiter segeln zu dürfen. Erst nach fünf-monatlicher stürmischer Fahrt konnte sie in Pisa landen. Aber hierhausten damals die Franzosen von Karls VIII. Raubscharen. Dieblühende jüdische Gemeinde von Pisa, in deren Mitte die SöhneIechiels von Pisa (VIIIF S. 358) so viel für die jüdisch-spanischenEmigranten getan hatten, war ausgeplündert, verringert und verarmt.Auch Don Joseph und die Seinigen wurden, wahrscheinlich, uni vonihnen Geld zu erpressen, von den Franzosen in Ketten geschmiedetund eingekerkert. Eine von dessen Schwiegertöchtern, jung und schön,welche in Mannskleidern aus Portugal geflohen war, stürzte sich in

Z Bergt. Bd. VIII, das.

2) Ourmolz-, Biographie der Jachjiden. Das.

0) Seine Lebensschicksale in der Einl. zum philosophischen Werke nroseines Enkels Joseph b. David I. Jachja und als Ergänzung dazu iiu 8elml-nobelsk. seines Urenkels Gedalja I. Jachja p. 49 b >,vergl. OniinoF a. a. O.,p. 14, 2K). Der Wideripruch, den tkurmoF' zwischen dein Berichte des Enkelsund dem seines Urenkels finden will, ist nicht so klaffend, nni nicht applaniertwerden zu können. Der elftere wollte nur die Leiden seines Großvaters er-zählen. d. h. sie sich in Erinnerung bringen, überging daher die Züge, welchenicht direkt dazu gehören, »anientlich die anfänglich günstige Behandlung des-selben von seiten des Herzogs von Ferrara. Der letztere dagegen wollte Bio-graphisches geben und hat daher Züge aus Familientraditionen ergänzt.Aus der genannten Einleitung zu rin nr-.r geht hervor, daß dieser JosephI. Jachja, der dritte dieses Namens, als Märtyrer starb. Er wird o-np.r gorgenannt und dabei bemerkt: mL'irpo rmi . . roewo gor pr nisn nb . . . . Ermuß also der Folterqual in Ferrara erlegen sein.