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Geschichte der Juden.
sie ist an einen Theodotus gerichtet. Sie enthält ohnehin Spuren derUnechtheit, wie Z. Frankel nachgewiesen hat (Programm des jüd. theolog.Seminars 1854, S. 32 N.) (Sie wird jetzt aber von den überwiegend meistenKritikern für echt gehalten. Vgl. die Literatur bei Schürer 111°, 524 undCohn S. 390.) Ist diese Schrift unecht, so ist auch die darauf Bezug nehmendeSchrift äs vita, eontswplkrtiva, sivs äs snxplisnm virtutlbus oder über dieTherapeuten ebenfalls unecht. sAuch diese Schrift wird von namhaften Gelehrtenfür echt gehalten. Vgl. Schürer a. a. O. 537 f. u. Cohn S. 419 ff. Schürerselbst entscheidet sich übrigens ebenfalls für die Unechtheit.) Sie gibt sich nämlichals Fortsetzung der vorangegangenen „über die Essäer" aus. Die Skp»?r-vr«l undsind nämlich weiter nichts als Mönche und Nonnen, wie sie auchEusebius als Christen erkannt hat, und Suidas nennt diese Schrift geradezuSl-r/o-'Hs Natürlich, es ist indieserSchriftdieRedevon„Zellen",
vom „Abendmahl", von „Vigilien", von der bewährten Jungfräulichkeitder mit den Therapeuten zusammenlebenden Therapeutriden, d. h. von„Schwestern"*). Ist die Schrift über die Essäer gnoä oiniris probns libsrunecht, so ist es auch die Schrift, aus welcher Eusebius ein Fragment ausge-zogen hat (praspar. svauZsI. VII, l l, p. 379), angeblich aus Philos Schrift
'iouäalmv -r-rolv/i'«?. Das, was in diesem Fragment über die Essäerausgesagt wird, widerspricht stracks dem, was von ihnen in der Schrift gnoäomnis probus libsr mitgeteilt wird, wie die Vergleichung beider Stellen ergibt.
Ib'UKment, VII, 11, p. 379. ^ (j. omu. probns libsr ts 12. II 457 Hl.
Also die eine oder die andere Schrift über die Essäer muh unecht sein.Die eine gibt an, daß die Essäer in vielen und auch in volkreichen Städtenwohnen, und die andere das Entgegengesetzte, daß sie Städte geradezu meiden.Aber beide sind es, wie eine auch nur oberflächliche Betrachtung herausfindenmuß. fAuch in bezug auf die Schrift Tregl 'Ivvüa-Mr ist die Echtheitsfrage heutenoch zweifelhaft. Vgl. Schürer a. a. O. 533, der sich hier den Verteidigernder Echtheit anschließt).
Unecht sind ferner die beiden Bücher über die Providenz (o. S. 800, 4),von denen das erste Alexander gewidmet ist und das zweite einen Dialogbildet. Der an Zitaten aus griechischen Schriftstellern überreiche Inhalt ver-leugnet Philos Darstellungsweise jAuch hier tritt z. B. Wendland für dieEchtheit ein, vgl. Schürer a. a. O. 531j. Nicht minder unecht ist die Schriftäs animalibns, ebenfalls ein Dialog, worin das VerwandtschaftsverhältnisPhilos zu Alexander geradezu verkehrt dargestsllt wird sAuch diese Schriftwird heute fast ausnahmslos als echt angesehen, vgl. Schürer n. a. O. S. 532,
Vergl. o. S. 70V.