Note 19. IV. Anan b. Anan.
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«uf den zweiten, da sie an den verschiedenen Stellen gleichlantct und miteiner gewissen poetischen Färbung wiedergegeben ist. Aus der Zeit des erstenhätte sich die Tradition nicht in dieser Ausführlichkeit erhalten. Gerade in derZeit des zweiten Simon gab es in Judäa viele Nasiräer'); wahrscheinlichhaben diese wegen der drohenden Tempelentweihung unter Caligula diesesGelübde getan.
IV. Anan b. Anan.
Von einem sadducäischen Hohenpriester aus der Zeit des Tempelbestandeshat sich eine Tradition in der talmudischen Literatur erhalten. Es wird vonihm erzählt, er habe nach der sadducäischen oder boöthosäischen Auslegung desGesetzes mit dem bereits entzündeten Weihrauchgefäß am Versöhnungstage dasAllerheiligste betreten, während nach der pharisäischen Ansicht die Entzündungerst im Allerheiligsten vorgenommen werden sollte. Beim Heraustreten habeer sich vor seinem Vater gerühmt, daß er den Mut gehabt habe, die sadducäischeTheorie zu verwirklichen, was die anderen sadducäisch Gesinnten niemals gewagthätten. Er sei aber drei Tage darauf gestorben. Dieser Vorfall hat so be-fremdet, daß über die Todesart dieses Hohenpriesters sich Sagen bildeten").Ähnliches wird erzählt von einem sadducäischen Hohenpriester bezüglich derFunktion bei der Zubereitung der Asche von der roten Kuh. Dabei wurdeder Hohepriester, welcher die Funktion zu versehen hatte, ebenso vor Unreinheitgewahrt und sieben Tage in Clausur gehalten, wie bei der Vorbereitung fürden Versöhnungstag. Die Sadducaer wollten aber dabei eine noch strengerelevttische Reinheit beobachtet wissen. Ein Hoherpricster habe es dabei gewagt,nach der sadducäischen Theorie zu verfahren. R. Jochanan b. Sakkar habe ihnaber daran verhindert, indem er ihn am Ohr verwundet, um ihn für die Funktionuntauglich zu machen. Drohend habe dieser Hohepriester zu ihm gesprochen,wenn er Zeit haben werde, werde er sich räche». „Ja, wenn Lu Zeit habenwirst!" habe jener entgegnet. Dieser sadducäische Hohepriester sei aber dreiTage darauf ins Grab gelegt worden").
Der Name und das Zeitalter dieses sadducäischen Hohenpriesters lassensich ermitteln. Daß in diesen beiden Relationen nur von einem und demselbendie Rede ist, kann nicht zweifelhaft sein, wie denn auch der jerusalemische
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