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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Geschichte der Juden.

Josephus hebt hervor, wie sromm und demütig das Betragen des KönigsAgrippa I. gewesen ist, nachdem er nach dem schmählichen Tode des KaisersCaligula und nach Claudius' Regierungsantritt nach Judäa als König zurück-gekehrt war. Darauf fährt er fort:Da also Agrippa Gott ganz besondersverehrte, entsetzte er den Thcophil, Sohn des Anan, der Hohenpricsterwürde,und übertrug die Ehre derselben dem Simon, Sohn des Boethos,welcher den Beinamen führte Kantheras" *). Über die angeblicheAbstammung dieses Hohenpriesters von Boethos o S. 707. Dieser SimonKaniheras muß also als höchst fromm gegolten und den religiösen Gesinnungendes Königs entsprochen haben. Er wurde gleich nach Agrippas Rückkehr zumHobenpriester ernannt, d. h im Jahre 41 post. Zwischen seiner Amtsführungund der Tempelzerstörung liegen zwar nur 2!> Jahre und incht 40; aber imTalmud werden öfter solche ungenaue Zahlen gebraucht (vgl. w. u.). Es ist also an-zunehmen, daß die talmudischen Quellen mit ihrem p'irn ppnv diesen SimonKantheras gemeint haben, der zur Zeit Agrippas 7. fungiert hat. Lebte erin dieser Zeit, so wird er es gewesen sein, der die Stimme aus dem Aller-heiligsten vernommen haben wird, die Caligulas Ermordung (24. Januar 41)verkündet hat. Diese Erzählung von der Stimme aus dem Allerhciltgstenberuht gewiß auf einer Sage. Sagenhaft erscheint ja auch die Nachricht vonder Tochterslimme betreffend Caligulas Ende durch den Umstand, daß derHohepriester, sei es Simon oder sein Vorgänger, gerade an Caligulas Todes-tage sie vernommen habe. Dieser erfolgte aber im Winter, und der Hohepriesterkam nur am Versöhnnngstage in das Allerheiligste. Chronologisch ungenau,erweist sich auch die Notiz, daß sich die schweren Pforten des innern Tempelsin derselben Zeit, d. h. 4V Jahre vor der Tempelzerstörung, einst von selbstgeöffnet hätten, was von R. Jochanan b. Sakkal als ein böses Omen erklärtworden wäre. Denn Josephus berichtet ebenfalls von diesem Vorfall undzählt dieses Omen neben anderen aus, welche den Untergang des Tempelsvorher angedeutet hätten. Er bestimmt ihn aber zur Zeit kurz vor derRevolution und vor dem Ausbruch des Krieges"). Aber wie sagenhaft undchronologisch ungenau auch immer diese Quellen sind, so weisen sie doch aufeinen zweiten Hohenpriester, NamensSimon der Gerechte", indem sie dieOmina von ungünstiger Vorbedeutung teils auf die runde Zahl von 40 Jahrenvor der Tempelzerstörung, teils auf die Zeit nach dem Ableben des Hohen-priesters Simon zurtickführe». Mit beiden chronologischen Angaben meinen siedie letzten Jahrzehnte des jiidäischcn Staates. Auch sonst werden diese Jahr-zehnte durch die runde Zahl 40 bezeichnet. Es heißt: vierzig Jahre vor derTempelzerstörung ist die Krinnnalgerichtsbarkeit dem judäischen Staate ent-

Josephus Altert. XIX, 6, 2: ck'oui'. röl' Aeöv

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") Josephus j. Kr. VI, 5, 0. Er erzählt zuerst von dem glänzenden Lichte,das Tempel und Altar wie Tageshelle erleuchtet habe, gibt dabei an. es habesich gerade vor dem Ausbruche des Krieges ereignet (rai'ro -rgö

xocL -ro5 -ronr; TreHt,<o,' bestimmt es näher,

es sei vor dem Paschafeste am 8. Lantikos (Nisau) geschehen, sügt hinzu, daßan dem Feste selbst desselben Jabres eine Kuh im Tempel selbst ein Lammgeworfen habe und reihet daran die Erzählung von dem Omen der von selbstaufgegangenen Tempelpforte an. Er setzt also auch das letztgenannte Omenin die Zeit kurz vor der Revolution, d. h. in das Jahr 60.