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Geschichte der Juden.
angebracht werden, wenn es Erfolg haben sollte. War Valerius Gratus nachJerusalem gekommen — und anwesend muß er nach der Relation gewesen sein— so war es dringlich, daß der Hohepriester, als Vertreter des Volkes, 'ihmdie Aufwartung machte und ihn um seine Vermittelung für das Gesuch umSteuerverminderung anging. So kann es gekommen sein, daß der HohepriesterSimon Kamit am Rüsttage des Versöhnungstages die Klausur im Tempel ver-lassen und eine Unterredung mit dem Landpfleger gehabt hat.
III. Simon Kantheras-
Über den stets mit dem liipitliston oinans ,»- 2 i>'i zubenannten Hohen-priester Simon herrscht in der talmudischen Literatur eine so arge Konfusion,daß sie die Nachrichten über ihn historisch wertlos macht. Aber diese Kon-fusion läßt sich leicht lichten, und dadurch erlangen die Quellenangaben einiger-maßen historische Bedeutung. Die Talmude nennen einen Hohenpriester Simon„den Gerechten", welcher Alexander dem Großen entgegcngezogen, und dessenSohn der Erbauer des Oniastempels in Ägypten gewesen seU). Es istderselbe, den auch Josephus ^<>«1 « nennt, ein Sohn Onias' I.").
Dieser Simon der Gerechte lebte also im Beginne der macedonischen Herr-schaft. Nun nennt aber die talmudische Literatur einen Hohenpriester „Simonden Gerechten", welcher zur Zeit des Caligula gelebt und eine Stimmevernommen haben soll, daß dieser Kaiser umgekommen und sein Dekret (eineBildsäule in den Tempel zu stellen) dadurch vereitelt sei^). Der in den Quellengenannte 2,2-),2 2-2, zusammengezogen 2,22,222, korrumpiert 22222^, ist keinanderer als Casus Caligula. Lat nun ein Simon der Gerechte zur Zeitdieses Kaisers als Hoherpriester fungiert, so kann es doch nicht jener ältereSimon.sustus gewesen sein. Sollten die talmudischen Quellen sich einensolchen Anachronismus von mehr als drei Jahrhunderten haben zu Schuldenkommen lassen? Allerdings scheint es so auf den ersten Blick. Denn sowohlin jcrus. Joma 43 e ck, wie in Babli Menachot 109 b, wo von einem Hohen-priester die Rede ist, welcher nicht lange vor der Tempelzerstörung gelebt habe,und nach dessen Tode das Aufhören der Gnadenzeichen als Vorbote des Unter-ganges, eingetroffen sei, wird hinzugefügt, daß dessen Nachkommen den Baudes Oniastempels veranlaßt haben.
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Jona 69 a, Megillat Ta anit IX, 2.
°) Altertümer XII, 2, 5.
3 ) Doaset'ta 8ota XIII, 6 : 1-1-1) in 22 12N-1 nii- 2 p i)-22 >-22- ,2-i->'i „>-22-P,'2V ',21N P2-)21 ,'1,2-12 121221 22)22,2 22121 n) 2 'i). In den Parallelstellen Labli8ota 33 a, stsrcmeb., das. 24 b Midrasch Canticum zu 8, 9 und Megillat Ta anit IXist noch angegeben 2-212,21 1222 1-212 >-22-, daß dieser Simon die Stimme ausdem Allerheiligsten vernommen, d. h. während seiner Funktion in demselben.Folglich wird er als Hoherpriester bezeichnet.