Note 19. 11. Simon b. Kamitos.
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In allen diesen Quellen ist von einer und derselben Begebenheit undeiner und derselben Person die Rede. 2'n2p ist der Familienname dreierHohenpriester (o. S. 738 ). Diese drei waren Simon Kamitos unter demProkurator Valerius Gratus ( 17—18 uachchr. Zeit), Joseph Kamitosunter Herodes von Chalkis und Joseph Kamitos II. (roll ^7,,,»voe),d. h Sohn des ersten, unter Agrippa II. Da es keinen Jsmaöl Kamitos,sondern nur einen Simon und zwei Joseph gegeben hat, so ist die L.-A.2>22,2 12 11722 richtiger und auch die L-A. i>nx ^21' richtig (statt 22,2'oder 222-, wenn dieser Name nicht etwa dem '/»w-iir»? entspricht). Die L.-A.'227 oder gar 2"ni7 72 - 72 , als wenn dieser Hohepriester eine Unterredungmit einem arabischen Könige gehabt hätte, ist eine Korruptel statt 21' 2272'2,-:22. Auch von einem Könige überhaupt kann nicht die Rede sein, sondern,wie zwei Quellen haben, pix 27 oder 11212 27; vielleicht ist dis L.-A. entstandenaus 172 b>2 . . . 27. Dieser „Hegemon" kann sehr leicht ermittelt werden;da Simon Kamitos von Valerius Gratus eingesetzt wurde und nicht längerals ein Jahr fungiert hat (Josephus Altert. XVIII, 2 , 2 ), so kann es nurdieser von Tiberius beorderte Landpsleger gewesen sein, mit dem der Hohe-priester am Vorabende des Versöhnungstages eine Unterredung hatte, und durchdessen Speichel er sich so sehr verunreinigt glaubte, daß sein Bruder ihn in denFunktionen am Versöhnungstage vertreten mußte. Was hatte der Hohepriestermit dem römischen Landpfleger am Nüsttag des Versöhnungstages zu ver-handeln? Sieben Tage vor diesem heiligsten Feste mußte jeder Hohepriesterin Abgeschiedenheit von jedem Verkehr in einer Halle des Tempels zubringenund sich Lustrationen unterziehen. Er durfte also während der Zeit und nochweniger am Vorabend des Festes ausgehen. Es kann also keine geringe Sachegewesen sein, welche diesen Simon Kamit veranlaßt hat, die Klausur desTempels zu verlassen und sich am Rüsttage zum Prokurator zu begeben, ummit ihm eine Unterredung zu Hallen.
Von Härten und Chikanen, welche Valerius Gratus gegen die Judäeransgeübt haben sollte, die der Hohepriester etwa hätte abwenden wollen, istnichts bekannt. Erst sein Nachfolger Pontius Pilatus hat das Systemder Trakasserien und Beraubungen in Judäa eingeführt. Nun berichtet Tacitusgerade aus dieser Zeit, daß die Provinzen Syrien und Judäa von der Steuer-last sich so sehr bedrückt suhlten, daß sie um Erleichterung zu petitionierenwagteiU). Ein Gesuch der Art an den Kaiser mußte zunächst beim Landpfleger
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