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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Note 19. I. Matthia b. Theophil I.

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. . . 'ix N"X ;mn p 'cp xcxi rim^c p ^xe> ist verdächtig. Das

Wehe kann nur einer ausgsrufen haben, und dann ist cinrii' ;mn p >cveine Verwechselung mit einem älteren dieses Namens, dem Zeitgenossen vonJose b. Joeser (B. II, 2, 274). Richtig erscheint daher die L.-A. in II: xcx -mx->c>' xcx civv i-ixe'. Der erstere, Abba Saul, welcher noch nachder Tempelzerstörung gelebt hat, überlieferte den Weheruf im Namen einesAbba Joseph b. Chanin oder Chanan. Irre ich nicht, so berichtet auchJosephus etwas von diesem Weherufer.

Dieser erzählt nämlich, datz das schrecklichste Vorzeichen für den UntergangJerusalems das gewesen sei, daß ein schlichter Mann vier Jahre vor dem Aus-bruche des Krieges hintereinander 7 Jahre und vier Monate an dem Haupt-feste Wehe über Jerusalem, den Tempel und das Volk gerufen habe: «l

'Uxonaa/.^o,?" (jüd. Kr. VI, 5, 3). Die Zeit des Beginnes wäre also 63.Den Namen dieses Weherufers nennt Josephus ulo?

r-,7,' ick-o-rvii- «>,'»->- 0 ?. Sollte es zwei Weherufer zur selben Zeit in Jeru-salem gegeben und beider Vater Anan geheißen haben? Augenscheinlich istder Jesus b. Anan bei Josephus und Joseph b. Anan im Talmud ein undderselbe. Leicht kann Joseph oder Jose mit Jesus, >cn mit pie», voneinem oder dem andern verwechselt worden sein. War derjenige, welcherüber Jerusalem Wehe gerufen, derselbe, welcher über die Hohenpriester-FamilienWehe gerufen, dann ist erklärlich, daß, wie Josephus erzählt, die Vornehmenihn zum Prokurator Albinus geführt und dieser ihn habe geißeln lassen.Was ging eigentlich die Römer das Weherufen über Jerusalem an? Wennaber der Weherufer die Hohenpriester-Häuser und ihr Treiben gebrandmarkthat, dann ist es erklärlich, daß diese ein Interesse daran hatten, ihn stummzu machen. Erstaunlich wäre nur in der Erzählung die Unempfindlichkeit desWeherufers gegen dis Schläge und Schmerzen. Aber davon war Josephusnicht Augenzeuge; denn als dieser Jesus b. Anan oder Jose b. Anan zumersten Male seinen Weheruf erhob (63), war der Geschichtsschreiber in Rom.Er kannte also nur den Vorgang vom Hörensagen und zwar mit Über-treibung. Auch das letzte Weherusen des Mannes über sich selbst und seinenTod während der Belagerung hörte Josephus nicht mit eigenen Ohren;denn damals war er im Lager der Römer. Er vernahm dessen letztes Endenur von Überläufern. Dagegen ist die Tradition von dem Weheruf überdie Hohenpriester authentisch überliefert von Abba-Saul I., dem Sohne derBatanäerin (rmuc ;r), welcher den Tempeluntergang überlebt hat.

Einzelne Notizen über die Wahl-Hohenpriester, welche der Talmud erhaltenhat, ergänzen Josephus' Nachricht über dieselben.

I. Matthia b. Thcophil I.

Josephus erzählt (Altert. XVII, 6, 4), datz während der Funktion diesesHohenpriesters unter Herodes ein Verwandter desselben am Versöhnungstagean seiner Stelle habe eintreten müssen, weil er selbst in der Nacht des Ver-söhnungstages eine Verunreinigung durch Pollution erfahren habe. Der ihnvertretende Hohepriester hieß Joseph, Sohn des Ellemos. Merkwürdiger-weise hat sich dieser geringfügige Vorfall in der talmudischen Tradition mitnäheren Umständen erhalten. Es wird erzählt: Joseph, Sohn Ellemos'ausSepphoris, habe den Hohenpriester vertreten müssen, weil dieser verunreinigtwar. Er habe den König befragt, auf wessen Kosten die dem Hohenpriesterfür diesen Tag obliegenden Opfer dargebracht werden sollten, und der König

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