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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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725
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Note 19. Die Wahl- oder absetzbaren Hohenpriester. 725

dis Zahl 28. Er kann aber nicht identisch mit Ananias b. Nebedaist sein, wiedie Chronologen seit Uscher annehmen. Denn dann würde immer noch der 28.fehlen, nnd das Auffallende wäre nicht beseitigt, daß Agrippa 11. diesen so lange,mehr als zehn Jahre, sollte haben fungieren lassen.

Außerdem ergibt sich aus talmudischen Stellen, daß dieser Anania nichtidentisch mit dem Sohn Nebedats gewesen ist. Wir haben oben gesehen, daßJosephus an diesem Anania den außerordentlichen Reichtum hervorhebt, daß ersämtliche Hohepriester an Vermögen übertrosfen habe. Nun wird in talmudischenQuellen der Reichtum eines Hohenpriesters Eleasar b. Charsom als außer-ordentlich geschildert. Es wird erzählt, die Mutter des Jsmaöl b. Phiabi habeihrem Sohne für seine Funktion am Versöhnungstage ein Gewand aus Linnenim Werte von IVO Minen anfertigen lassen, dagegen die Mutter des Eleasarb. Charsom gar eines im Werte von 28 880st. Wie übertrieben auch dieseRelation ist, so muß ihr ein geschichtlicher Kern zugrunde liegen. Denn eswird in der Mischna als ausgemacht festgestellt, daß die Hohenpriester am Ver-söhnungstage mit teuren Gewändern von Musischem und indischem Gewebeabzuwechssln pflegtenst. Nun wurden allerdings aus dem linrrm MusiaoumLnxusgewänder verfertigt, und noch teurere aus liurrrn iiräiorrm. Solche Halachasin der Mischna sind stets aus einem geschichtlichen Vorkommnis entstanden. Esmuß also einmal einen so reichen Hohenpriester gegeben haben, daß er sich denLuxus gönne» konnte, des morgens ein Musisches und nachmittags ein indischesGewand anzulegen und das kann nur skönnte am Endes der als reich ge-schilderte Hohepriester Eleasar b. Charsom oder Anania gewesen sein. VonEleasars Reichtum wird noch mit maßloser Hyperbel erzählt, er habe 1088 Städteauf dem Königsgebirge und 1080 Schiffe auf dem Meere besessenst. Reduzierenwir diese Zahl auf ein Minimum, so mag er eine Stadt oder ein Dorf aus demKönigsgebirge sein Eigentum genannt und einige Kauffahrteischiffe auf demMeere gehabt haben.

Wir haben also zwei von einander unabhängige Nachrichten von einemaußerordentlich reichen Hohenpriester, nur nennt ihn die eine Quelle Ananiasund die andere Eleasar. Kann man sie nicht kombinieren? Erinnern wiruns, daß Anania einen Sohn hatte, welcher den Namen Eleasar führte.Es war nicht ungewöhnlich, daß der Sohn nach dem Großvater genannt wurde.So kann der Hohepriester Ananias Sohn des Eleasar gewesen sein, und die

st Im Talmud wird dieser auch nicht Anania, sondern Joch anan genannt.Kerit.ot 28 a; Ist88aebim 57 b. (ma-u falsch) 'nr-w aw>, o'i-v mrw

amir 'enpv w'ir Mo-, bv Dann wird von seiner Gefräßigkeit er-zählt. ist wohl ein Spitzname große Schüssel, welche in dem Talmud

heißt ^nach L.-A des Aruch) statt nrr°>, wie im Syrischen. Da dasWort von ne»-»!»,; stammt, so ist ohnehin richtiger.

st Dossöpdta.loma I, 21 f. auch b, das. 35 bi .-mvpir wn-> p stn-ur" '-a .»wparnoa mn H .nrw'pli' awln p mp'n 'oa . . . ."W liMir imoo mn si

all'- oulon nnn mil'li.m . . . nol wem sNach der Tossephta

wäre R. Jsmasl der reichere gewesen). Es war also finnisches Gewebe, dasdurchsichtig war.

st Ilmebua loma III, 7. awi-n pr, .lm a"> inr pasis irosi .m.l inrw

st .Isi useli. Daauit I V. p. 89 a: mphn 'ist -M.i l.ia im, nn'p awstn (S)c -2 Mi-ra -M ililw, ast-u -Il.8 aialii p. Auch Aiäraseb Dkrenl zu 2, 2 undIlabli loma 35 b.