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Geschichte der Juden.
Exils aus der Abteilung Jojada nur 12 betrug (von Josua b. Jozadok bisauf Jason), dazu die zwei von den syrischen Königen eingesetzten, Menelaos undUltimos — 14, und da die Zahl der hasmonäischen Hohenpriester von Jonathanbis auf Antigonos und Aristobul III. sich auf neun und selbst mit JudaMalkabi, der gewiß auch einige Zeit fungiert hat, im ganzen auf 10 belief,beide zusammen also 24 betrugen, so müßte es an absetzbaren Hohenpriestern nochmehr als 50 gegeben haben. Die Zahl 8» mag demnach korrumpiert sein für60, nämlich v statt e. Schade, daß im Äpürs die Namen der Hohenpriesterwählend des zweiten Tempels ausgefallen sind*), sonst hätten sie als Korrektivdienen können. Mit Recht bemerken die talmudischen Quellen, daß diese Hohen-priester sich die Würde durch Simonie verschafft haben. Darum eben habendie Wähler öfter einen Nachfolger eingesetzt, um von diesem abermals reicheSummen zu erhalten.
An mehreren Stellen spricht Josephus von einem Hohenpriester Ananias,von seinem Reichtum, seinem Ansehen und seinem Einfluß, ohne irgendwoanzugeben, zu welcher Zeit er fungiert hat. Nachdem Josephus referiert hat,daß Agrippa II. beim Eintreffen des Prokurators Albinus, des vorletzten vorFlorus. den Hohenpriester Anan b. Anan abgesetzt und an dessen Stelle Josuab. Damna't eingesetzt'habe, fährt er fort: „Der Hohepriester Anania nahmmit jedem Tags mehr an Ansehen zu und wurde von seinen Mitbürgernaußerordentlich mit Zugetanheit und Hochachtung geehrt. Er war nämlichgewandt, Vermögen zu erwerben. Er hat also Albinus und den Hohenpriestermit Geschenken gewonnen^)." Also ein angesehener Hoherpriester Ananiaswährend der Funktion eines andern, des Josua b. Damnal! Das will alsosagen, daß dieser Anania früher Hoherpriester gewesen war. Weiterhin schildertJosephus die gewalttätigen Fehden zwischen dem abgesetzten HohenpriesterJosua b. Damua'i und seinem Nachfolger Josua b. Gamaliel (Gamala) undfährt fort: „An Reichtum überragte Ananias, und zwar alle die,
welche bereitwillig waren, Sold zu nehmen, gewinnend^)." Voraufgehend er-zählt Josephus, die.Sikarier hätten den Schreiber des TempelhauptmannesEleasar gefangen und in Fesseln abgeführt. Dieser Eleasar sei der Sohndes Ananias gewesen*). Darum hätten sich die Sikarier an diesen gewendet,den Prokurator Albinus zu bewegen, zehn ihrer Genossen aus dem Kerker zubefreien und ihm versprochen, unter dieser Bedingung den gefangenen Schreiberzu entlassen. Aus allem diesem folgt, daß vor Josua b. Damnar einHoherpriester Ananias fungiert hat. Aber unmittelbar vor ihm ist keinRaum für ihn, auch nicht zwischen ihm und Jsmasl b. Phiabn denn vorihm hat keiner mehr als 1 bis 2 Jahre fungiert, zwischen 60 bis 63 Jsmasl,Joseph Kabi, Anan b. Anan und Josua b. Damnar. DieserAnanias mutz also vor Jsmasl b. Phiabi fungiert haben und ergänzt wohl
*) Nach Pos8apliot Lsbaoüiin 101b waren im Liplirs die Namen derHohenpriester anfgezählt.
-) Jos. das. XX, 9, 2.
Das. 9, 4. cii rill rr/.orirs,- 7ryoo«^ö^cr'o^ ^oi'^
*) Das. 9, 3. ö- ovrv? so 7i7.k»ea^v?) roö
Anstatt Anan muß man unzweifelhaft Ananias lesen, da der Name Ananiaszweimal in dieser Relation als der Name desjenigen vorkommt, an den dieSikarier sich gewendet haben, damit er sich bei Albinus für sie verwende.