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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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705
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Note 13. Simon b.Schetach,Alexander Jannal ».Salome Alexandra. 705

prodns lidsr hat den besonderen Zug, daß die Essäer in Dörfern wohnten

^«rpe-rl^kro- (U. II, 457). Die übrigen Züge des Glückes über die Essäer indieser Schrift sind Josephus entlehnt, was sich besonders in der Zahl 4000zeigt, die der Vers, aus Josephus (Altert. XVIII, I, 5) genommen hat, wieer denn überhaupt seiner Diatribe über die Essäer Josephus' Bericht in diesemKapitel zugrunde gelegt zu haben scheint sBgl. jedoch Schürer II", S. 56l,Anm. 1s. Wir haben also nur Josephus als Hauptquelle über die Essäer; diepseudophilonische Schrift und Porphyrius' Referat über die Essäer (?rasp.evan^. IX, 3) sind von Josephus abhängig.

8) Daß eine Differenz zwischen Essäern und Pharisäern, wenigstens in

der Zeit der letzten Phase ihrer Entwickelung bestanden hat, folgt aus demvielgedeuteten Passus (.los. eint. XVIII, I, 5): ^7? 4k lkpär «i«A-^«r«re l?) arellorre?, Anal»? onx e/ltrelovarr 4-«</, o PO r yr L a? ro/ithoekr,

u»t 4t' »öra (Var. roi>ro> kly/v^kvot rar -eo-roö re^ki»a^»roe, e », r»7vr«? Sno,»s kTrereloüo»,'. Das heißt doch nichts anderes, als daß die Essäernicht in, Tempel opfern wegen der Verschiedenheit der Heiligkeit, d. h derlevitische» Reinheit, und daher sich selbst vom gemeinsamen Tempelausschließen (oder fern halten »»--o^kro«), aber für sich opfern lassen. Siehatten also Skrupel gegen die von den Pharisäern ausgestellten Gesetze überHeiligkeit, d. h. Reinheit und Unreinheit.

9) Es kann kein Zweifel darüber obwalten, daß der Banns, bei demJosephus drei (?) Jahre zugebracht haben will, und der in der Wüste lebte,sowie Tag und Nacht in kaltem Wasser badete (Vita 2), ein Essäer gewesensein muß. Da Jos. die Essäer an anderen Stellen als eine philosophischeSekte geschildert hat, so führt er hier einen praktischen Essäer vor, wieer in Wirklichkeit war.

10) Die Proselytenmacherei ver Essäer war eine Konsequenz ihrer Ehe-losigkeit, die Scheu einen Eid zu leisten, eine Konsequenz ihrer übertriebenenReligiosität, den Namen Gottes beim Eide nicht auszusprechen. Was das zubedeuten hatte, daß der Neueintretende geloben mußte, ihre Schriften und denNamen der Engel geheim zu halten, ist noch nicht erklärt.

13.

Simon den Schetach, Alexander Jannai nnd Salome Alexandra

I) Im Talmud wird ausdrücklich bezeugt, daß Simon ben Schetach, dereine so wichtige Nolle in dieser Zeit spielte, Bruder der Königin Salome, alsoSchwager des Königs Alexander war (Habil Lsraolrot 48 a: .... novbm nvbv mn

o, nn rmv ;v ppue-b mo>o>m). In Midrasch zu Kohelet (p. 102 o. zu V. V. 12)und in 6enesis kabda o. 9l: mr'i mo.mn (nuv p ppvrn) o'non irr^v

o'tz nhen ntz'v ob v.o> ,'rm mm qo^ip obv, nb '2 >b ao mb oovn ,o'omi 'obvnon, o-opip. (So lautet es vollständig in beiden Midraschim, nur in GenesisRabba ein wenig korrumpiert). In Isrns. Lsraeüot V. p. 11 d; Xasir II.

p. 54>i ist das Wort ri'onndie Schwester" des Simon ben Schetach, aus-gefallen und es findet sich von dem Passus nur das Bruchstück, o'b von obs.n'o-mn, o-b'?, das gar keinen Sinn gibt. Nimmt man noch dazu den mächtigenEinfluß, welchen die Königin während ihrer 'Alleinherrschaft den Pharisäernsingeränmt hat (jüd. Krieg I, 5, 2): ?up«rkr 4k rchr «Illur »ür), (^

4p«) M«pt<!»lor 4k aör-jv, auch Altert. XIII, 10, 2), daß sie nur den NamenGraetz, Geschichte Ser Juden. Bd. III. 45