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scheint mir über Deinem ganzen Brief zu hangen.Er greift mir ans Herz — ich weiß selbst nichtwarum — und meine Thräncn fließen sogar währendich die Versicherung Deiner unveränderten, unver-änderbaren Liebe lese — so wenig auch Deine Ma-deline — das thörichte Mädchen - nur einen Au-genblick Zweifel in diese Versicherung setzt. OftHab ich von dem Mißtrauen und der Eifersucht,welche die Liebe begleiten sollen, gelesen und gehört,aber ich denke, eine solche Liebe müsse ein gemeines,niedriges Gefühl sein. Mir scheint eine Religionin der Liebe zu liegen, und der Glauben ist ihrewahre Grundlage. — Du sagst, mein Geliebter, daSGewühl und Geräusch der großen Stadt belästigeund ermüde Dich sogar noch mehr, als Du erwartet.Du sagst, diese harten Gesichter, worein Geschäfte,Sorgen, Geiz und Ehrsucht ihre Züge graben,stießen Dich zurück; — Du wändest Dich von ih-nen ab — Du hülltest Dich in einen stillen Ab-scheu gegen Die, welche Du sähest und rufest Dirdie Abwesenden — rufest Dir Deine Madeline her-vor! Könnte doch Deine Madeline bei Dir sein!Es scheint mir — vielleicht daß Du bei diesenWorten lächelst — ich allein könne Dich verstehen— ich allein könne in Deinem Herzen und DeinenGefühlen lesen — und ach! geliebter Eugen, ichkönne auch genug von Deiner Vergangenheit lesen,um Alles zu verstehen, waS einen so anhaltendenSchatten auf ein so edles Herz, eine so ruhige, tiefe