Druckschrift 
4 (1838)
Entstehung
Seite
92
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wohn geneigten Naturen, als Madeline, eine solcheVermuthnng nicht haben aiifkommen lassen. Undso ließ sie sich denn mit heiterer Ergebung, obwohlnicht ohne eine Beimischung von Besorgniß, einerZukunft entgegen tragen, die sie, komme Wolke,komme Sonnenschein, wenigstens mit dem Freund zutheilen die Hoffnung hatte.

Indem ich die verschiedenen Papiere überblicke,aus denen ich meine Erzählung entnommen habe,find' ich einen Brief Madelinens an Aram ausdieser Zeit. Die Buchstaben, in der zarten, italie-nischen Handschrift gehalten, die man in jenen Ta-gen bevorzugte, sind verblichen und an einer Stelleganz verwischt, indessen scheint mir dieser Ergnßdas Echte und Wahrhafte in der reizenden Poesiedes Herzens so sehr in sich zu tragen, daß ich ihnohne ein Wort hinzuzufügen oder abzuändcrn, demLeser vorlegen will.

Dank Dir, thcuerster Eugen! So Hab ichdenn den ersten Brief erhalten, den Du mir je ge-schrieben hast. Ich kann Dir nicht sage», wie wun-derbar er mir vorkam und wie sehr mich sein An-blick ergriff, mehr glaub ich, als wenn Du selbstzurückgekommen wärst. Als jedoch die erste Wonnedes Lesens vorüber war, fühlte ich, daß er mich nichtso glücklich gemacht habe, als er eigentlich hättesollen als ichs zu sein meiner ersten Empfindungnach wirklich glaubte. Du scheinst traurig und ge-drückt) eine Wolke, für die ich keinen Namen habe,