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„Mörder — haltet mich nicht," rief Walter vonNeuem von unten herauf; „meine Hand soll den Mör-der ergreifen."
So gab es denn nichts mehr zu vermuthen; Gefahrund Tod waren im Anlauf gegen ihn: Entfliehen — wie?— wohin? die Höhe des Zimmers ließ den Gedanken aneinen Sprung aus dem Fenster nicht zu! Durch dasThor? — Schon hörte er laute Schritte die Treppe her-aufstürmen. — Krampfhaft packten seine Hände die Ge-gend seiner Brust, wo er gewöhnlich die Pistolen zu tragenpflegte; — er hatte sie im untern Zimmer gelassen! Dieswar für seinen entschlossenen, tapfer» Geist der bittersteGedanke von Allem. Er warf einen einzigen Augenblitzdurchs Zimmer -— keine Waffe irgend einer Art war zurHand. Sein Gehirn schwankte einen Moment, sein Athemkeuchte, die Schwäche der Sterblichkeit ging über seinHerz"—und dann triumphirte der Geist über Alles. DerVerlassene hob sich zu seiner ganzen Höhe empor, faltetedie Arme entschlossen über die Brust und murmelte:
„Der Ankläger kommt, —noch bleibt mir immer,die Beschuldigung zurückzuweisen." — Er stand bereit,dem Aergsten entgegen zu treten, von der Hoffnung, denStreichen desselben zn entgehen, noch nicht verlassen.
Wie sich das Wasser über dem Gegenstand schließt,der cs getheilt hat, waren all diese Gedanken, diese Be-fürchtungen, dieser Entschluß nur das Werk, die Bewe-gung und die nachfolgende Nnhe eines Augenblicks gewe-sen; dieser Augenblick war vorüber.