Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
99
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Stimme zwischen Lachen und Weinen ihre Hoffnungen,ihre Wünsche, ihre Segnungen aus. Das kleine Fensterstand offen, und die Lust wehte ziemlich fröstelnd auf denBusen der Braut.

Das ist ein unfreundlicher Morgen, liebes Ler-chen," sagte sie schaudernd,der Winter scheint endlichanfangen zu wollen,"

Halt, ich will das Fenster schließen;, die Sonnekämhst noch mit dem Gewölk, aber ich bin überzeugt, eswird sich allgemach aufhellen. Mithin wirst Du unsnicht wirst Du uns nicht verlassen das Wortmuß heraus bis Abend."

Weine nicht!" sagte Madeline, selbst halbweinend.Und sich niedersetzend zog sie Minoren an sich, und diebeiden Schwestern, die seit ihrer Geburt nie getrennt ge-wesen, wechselten Thränen, die, so natürlich sie auch,schwerlich blos Thränen des Schmerzes waren.

Und was für frohe Abende wir in der Christtagzeithaben werden," sagte Madeline, der Schwester Hände inden ihrigen haltend.Du weißt, du wohnst dann beiuns; Eugen hat bereits angeordnet, daß man das hübschealte Zimmer, nördlich im Hause für Dich herrichtet. Unddann werden der gute Vater und der gute Walter, der bisdahin längst zurück seyn muß, zu uns herüber auf Besuchkommen und meine Haushaltung loben und dergleichen.Und dann nach Tisch setzen wir uns ums Feuer; ich nebenEugen, und auf meiner andern Seite der Vater, unserGast, mit seinen langen, grauen Haaren, und seinem

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