Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
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Walter nahm das Erbieten an und fand einen wohl-anSgerüsteten Garten, der mit vieler Regelmäßigkeit undeinigem Geschmack angelegt war. Der Wirth blieb beieinem Beet stehen, das seine besondere Sorgfalt in An-spruch nahm, und Walter ging in einsamen Betrachtungenweiter.

Der Morgen war heiter und klar, aber eine scharfe,durchdringende Frostluft gesellte sich der Frische bei, undunwillkürlich beeilte Walter seinen Schritt, als er mitgesenkten Augen und tief in die Stirn gedrücktem Hut diegeraden Wege auf und niederging, welche den Gartendurchschnitten.

So hatte er also den Ort erreicht, an welchem dieletzte Spur von seinem Vater auf so ungewisse, seltsameWeise zu verschwinden schien! Konnte dnrch die Nachfor-schungen, die er beabsichtigte, hier kein weiterer Fadenentdeckt werden, so mußten in diesem Städtchen sein Su-chen und Hoffen ein Ende nehmen. Aber das junge Herzdes Reisenden schwoll von neuen Ansichten an. BeimZurückblick auf die Ereignisse der letzten wenigen Wochenglaubte er den Finger des Schicksals zu erkennen, der, ihnvon Schritt zu Schritt leitend, nun an dem Ort still hielt,zu dem er geführt hatte. In welchem wunderbaren Zu-sammenhang war die Reihenfolge der Umstände gestan-den , die scheinbar ganz geringfügige ganz unähnlicheDinge verknüpfend, sich zu einer fortwährenden Beweis-kette ausgedehnt! Der unbedeutende Zufall, der ihn in denLaden des Sattlers treten ließ; das Ohngefähr, das ihm