Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
11
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er die Arme heftig aus und rief mit der Stimme Eines,von dessen Herzen eine Last gewälzt ist:jetzt, jetzt zuMadelinen. Endlich athme ich frei."

Hausman kehrte derweil bedächtlich zurück und tratmurmelnd in sein Zimmer:

Ja, ja, auch mein Geschäft ist hier zu Ende! Geldund Sicherheit in der Fremde. Was dieses Gewissendoch für 'ne Kinder Scheuche ist! vierzehn Jahre sindvorüber und sieh! nichts entdeckt, nichts bekannt! Undnun wartet meiner ein bequemes Auskommen für den Restmeiner Tage eben als Folge der That: auch meinKind mein Hannchen soll nicht Mangel leiden sollkeine Bettlerin oder Hure werden."

In solchen Gedanken warf sich Hausman behaglich aufden Stuhl, und der letzte Flackerschein der erlöschendenKerze auf seinen gefurchten Züge» umspielte jenes wohl-behagliche Lächeln, womit sanguinische Menschen einerbefriedigenden Zukunft entgegen blicken.

Noch war er nicht lang allein gewesen, als sich dieThüre öffnete und ein Weib mit einein Licht in der Handhereintrat. Sie war augenscheinlich betrunken, und nä-herte sich Hausman mit wankem, unsicheren, Schritt.

Was gibt's, Liscl? Einen Rausch, wie gewöhnlich:mach Dich ins Bett, Du Heusisch, fort!"

Still, Kerl, still, sprich nicht so zu Leuten, diebesser sind als Du," sagte das Weib, und sank auf einenStuhl. So Ekel erregend diese Lage war, konnte sie doch