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1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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der Kundschafter, welcher allein ihre Gebräuche verstand, in ihrerMundart:

Was meine Töchter gethan haben, ist gut; die weißen Männerdanken ihnen."

Zufrieden mit diesem Zeugniß, schickten sich die Mädchen an,die Leiche in eine Art Sarg, künstlich und nicht ohne Geschmackaus Birkenrinde gefertigt, zu legen, und senkten sie dann in diefinstere, letzte Behausung hinab. In derselben schlichten Weiseund ebenso stumm wurde die Leiche bedeckt, und die Spur der frischenErde mit Blättern und anderen Hüllen, wie sie die Natur und dieGewohnheit an die Hand gaben, verbargen. Als die Arbeit dieserfreundlichen Kinder der Natur, die eine so traurige Pflicht so liebevollerfüllt hatten, vollendet war, zögerten sie, um zu zeigen, daß sienicht wüßten, wie weiter fortzufahren. Jetzt wandte sich der Kund-schafter wieder mit den Worten an sie:

Meine jungen Weiber haben genug gethan," sprach er,derGeist eines Blaßgesichtes bedarf keiner Speise noch Kleidung. Siehaben, was sie in dem Himmel ihrer Farbe bedürfen. Ich sehe,"fuhr er fort, einen Blick auf David werfend, der eben mit seinemBuche beschäftigt war und die Absicht verrieth, einen heiligen Ge-sang einznleiten;daß Einer reden will, der die christlichen Ge-bräuche besser kennt, als ich!"

Die Mädchen, welche bisher eine Hauptrolle gespielt hatten,traten nun bescheiden bei Seite, rnhige und aufmerksame Zuschauerin-nen bei dem, was folgte. Während David aus die angedcutete Weisedie frommen Gefühle seines Herzens ergoß, entschlüpfte ihnen keinZeichen der lleberraschung, kein Blick der Ungeduld. Sie lauschtenvielmehr gleich denen, welche den Sinn der fremden Worte ver-standen, und es schien, als ob sie die gemischten Gefühle desSchmerzes, der Hoffnung und der Ergebung mit empfänden, dieder Gesang Hervorrufen sollte.

Aufgeregt von der Scene, deren Zeuge er gewesen war, und