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1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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vielleicht in Folge der Bewegung seines Innern, leistete der Sing-meister Ungewöhnliches. Seine volle, reiche Stimme litt nicht,verglichen mit den sanften Tönen der Mädchen, und seine kunstge-rechten Weisen besaßen wenigstens für die Ohren derer, an welchesie sich vornehmlich wandten, das Uebergewicht leichteren Verständ-nisses. Er endete das heilige Lied, wie er es angefangen hatte,mitten unter ernstem, feierlichem Schweigen.

Als jedoch der Schluß des Gesanges in den Ohren seinerZuhörer verhallt war, verriethcn die geheimen, schüchternen Blickeder Angen, und die allgemeine, wenn gleich unterdrückte Bewegungunter den Versammelten, daß man von dem Vater der Verstorbeneneinige Worte erwartete. Munro schien zu fühlen, daß auch fürihn die Zeit gekommen seh, vielleicht die größte Anstrengung zumachen, deren die Menschcnnatnr fähig ist. Er entblößte sein grauesHaupt und schaute fest und mit gefaßter Miene auf die ihn um-gebende scheue und ruhige Volksmenge. Dann winkte er dem Kund-schafter mit der Hand und sprach:

Sagt diesen guten, liebreichen Mädchen, daß ein schwacherGreis, dessen Herz gebrochen, ihnen seinen Dank abstatte. Sagtihnen, daß das Wesen, welches wir alle verehren, wenn auch unterverschiedenen Namen,-ihrer Liebe gedenken wird: daß die Zeit nichtmehr ferne sehn kann, wo wir alle ohne Unterschied des Geschlechts,des Ranges oder der Farbe, um seinen Thron versammelt sehnwerden."

Der Kundschafter hörte diese Worte, die der Veteran mit zit-ternder Stimme sprach, aufmerksam an, und schüttelte, als er zuEnde war, langsam das Haupt, als ob er an ihrer Wirksamkeitzweifelte.

Ihnen dies mitznthcilcn," sprach er,hieße so viel, als wennich sagte, daß der Schnee nicht im Winter komme, oder die Sonneam wärmsten scheine, wenn die Bäume ihres Laubes baar sind."

Er wandte sich zu den Weibern und drückte ihnen Munro's