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dk Fratzen des Thiers, das er vorstcllte, nachzuahmcn. Der jungeMohikaner, welcher anfänglich glaubte, seine Feinde hätten, umihn zu quälen und seine Nerven ans die Probe zu stellen, einenwirklichen Bären hereingctrieben, entdeckte bald in diesen Bewegun-gen, die Heyward so naturgetreu schienen, gewisse Mängel, die ihmmit einem Mal den Betrug vcrriethen. Hätte Hawk-eye geahnt, wieniedrig der erfahrnere Uncaö seine Kunstleistungcn anschlage, sohätte er wahrscheinlich ihm zum Verdruß diese Unterhaltung nochetwas verlängert. Der verächtliche Ausdruck des jungen Manneserlaubte aber so viele Deutungen, daß dem würdigen Kundschafter« das Kränkende einer solchen Entdeckung erspart blieb. Sobald da-her David das verabredete Zeichen gab, ließ sich statt des wildenBärengebrumms ein leiser Zischlaut in der Hütte vernehmen.
Uncaö hatte sich gegen die Wand der Hütte herumgeworfenund hielt seine Augen geschlossen, als wollte er den Anblick einesso verächtlichen und widerlichen Gegenstandes meiden; sobald sichaber das Geräusch einer Schlange hören ließ, richtete er sich aus,bückte sein Haupt tief, wandte sich nach allen Seiten und blickteforschend umher, bis sein kühnes Auge auf dem zottigen Unthierruhen blieb, unverwandt, als wäre es durch Zauberkraft gefesselt.Dieselben Töne wiederholten sich und kamen offenbar aus demRachen des Thieres. Noch einmal durchstreiften die Augen desJünglings das Innere der Hütte, blieben aber ans derselbenStelle haften, und er sprach mit tiefer, gedämpfter Stimme:
„Hawk-eye!"
„Schneide seine Bande entzwei!" gebot Hawk-eye dem ebenherantrctenden David.
Der Sänger that, wie er angewiesen wurde, und Uncas fandseine Glieder wieder in Freiheit. In demselben Augenblick rascheltedie dürre Bärenhaut, und der Kundschafter, in eigener Person,sprang auf seine Füße. Der Mohikaner begriff die Absicht desFreundes und seine Plane ohne Worte: weder ein Laut noch ein