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Schmach und gab, da» einem stärkeren Gefühle ergriffen, seineniedergeschlagenen Gesichtszüge preis, um einen ängstlichen, un-ruhigen Blick ans die finstere Versammlung der Häuptlinge zn wer-fen. Das Stillschweigen ward endlich von dem oster genanntenbetagten Häuptlinge unterbrochen. Er erhob sich von der Erde,ging an der unbeweglichen Gestalt des Mohikaners vorbei und stelltesich in würdevoller Haltung vor den Schuldigen. In diesem Augen-blick trat die vorerwähnte alte Squaw, eine Fackel in der Hand inden Kreis, auf die eine Seite geneigt einen langsamen Tanz be-ginnend und die unverständlichen Worte einer Art von Beschwö-rung murmelnd. Obgleich sie sich ungernfen eindedrängt hatte,so ließ man sie dennoch gewähren.
Als sie sich Uncas genähert hatte, hielt sie ihm den loderndenFeuerbrand dicht entgegen, dessen rother Schein ein so volles Lichtauf ihn warf, daß man die geringste Bewegung in seinen Gcsichts-zügen unterscheiden konnte. Der Mohikaner beharrte in seiner festen,stolzen Haltung; und sein Auge, verschmähend, ihrem forschendenBlicke zu begegnen, schaute fest in die Ferne, als ob es die Hin-dernisse, die seine Blicke hemmten, durchdräuge und in die Zukunftschaute. Zufrieden mit ihrer Untersuchung, verließ sie ihn miteinein leichten Ausdruck des Vergnügens, um ihren schuldigen Lands-mann derselben Probe zn unterwerfen.
Der junge Huronc war mit den Kriegsfarben seines Stammesbemalt und sein Anzug verhüllte wenig von seinen schön gebildetenFormen. Das Licht ließ alle Glieder und Gelenke genau unter-scheiden; aber schaudernd wandte sich Duncan ab, als er sah, wiesie in unbesiegbarer Todesangst rangen. Die Alte stimmte bei diesemtraurigen und schimpflichen Anblick ein tiefes klagendes Geheulau; der Häuptling aber streckte seinen Arm ans und drängte siesanft auf die Seite.
„Schwankendes Rohr!" sprach er, den jungen Schuldigen beiseinein Namen und in seiner Muttersprache anredend; „obgleich der