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1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
Entstehung
Seite
332
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große Geist dich gefällig für das Auge geschaffen hat, so wärecs doch besser, du wärest nicht geboren worden. Deine Zunge istlaut in dem Dorf, aber stumm in der Schlacht. Keiner meinerJünglinge schlägt den Tomahawk tiefer in den Kriegspfostenkeiner so schwach auf die Dengeese. ^ Dis Feinde kennen die Ge-stalt deines Rückens, haben aber nie die Farbe deiner Augen ge-sehen. Drei Mal haben sie dir zugernfen, zu kommen, und eben sooft hast du vergessen zu antworten. Dein Name wird in deinemStamme nie wieder genannt werden. Er ist bereits vergessen."

Während der Häuptling langsam diese Worte sprach, und nach-drucksvoll zwischen jedem Satze innchielt, erhob der Schuldige ausAchtung vor dein Rang und den Jahren des Andern sein Antlitz.Scham, Schrecken und Stolz kämpften in seinen Zügen. SeinAuge, vor innerem Schrecken krampfhaft zusammengezogen, irrteauf den Personen umher, von deren Athem sein Ruf abhing, undStolz gewann für einen Augenblick die Oberhand. Er stand auf,entblößte seine Brust und blickte fest auf das scharfe, blinkendeMesser, das sein unerbittlicher Richter bereits empor hielt. Alsdie Waffe ihm langsam in das Herz drang, lächelte er sogar, alsfreue er sich, den Tod nicht so furchtbar zu finden, als er erwar-tet hatte, und fiel in schwerem Falle ans sein Gesicht zu denFüßen des starren und unbeugsamen Uncas nieder.

Die Squaw erhob ein lautes, klägliches Geheul, stieß dieFackel ans die Erde, und begrub Alles umher in tiefe Finsterniß.Die ganze schaudernde Gruppe der Zuschauer eilte gleich anfge-schreckten Geistern aus dem Hause; und Duncan glaubte sich mitdem noch zuckenden Schlachtopfer eines indianischen Richterspruchsallein in demselben zurückgelaffen.

* Engländer.