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1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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ihn her und schienen geduldig den Augenblick zu erwarten, wo dieWürde des Fremden ihm zu sprechen gestatten würde. Bei weitemder grösste Thcil stand in müßiger, träger Stellung an die auf-rechten Pfvsten gelehnt, die das schwache Gebäude stützten, währenddrei oder vier der ältesten und ausgezeichnetsten unter den Häuptlin-gen sich etwas mehr im Vordergründe niedersetzten.

Eine blendende Fackel brannte, und sandte, wie sie unter derZugluft hin und herflackerte, ihren röthlichen Schimmer von Gesichtzu Gesicht und von Gestalt zu Gestalt. Duncan benützte ihr Licht,um aus den Mienen seiner Gastsrennde zu erforschen, welcher Em-pfang seiner wartete. Aber sein Scharfblick half ihm wenig, derwohlüberlegten Hinterlist des Volkes gegenüber, unter dem er sichbefand. Die vorne sitzenden Häuptlinge warfen kaum einen Blickauf seine Person, ihre Augen mit einem Ausdruck auf die Erdeheftend, den man für Achtung nehmen, aber eben so leicht alsMißtrauen fürchten konnte. Die Männer, welche im Schattenstanden, waren weniger zurückhaltend. Duncan begegnete baldihren forschenden, aber verstohlenen Blicken, wie sie seine Gestaltund seinen Aufzug Zoll für Zoll musterten, und keinen Zug seinerMiene, keine Geberde, keine Linie seiner Malerei, ja keinen Thcilseiner Bekleidung unbeachtet und unbeurtheilt ließen

Endlich trat Einer, dessen Haare bereits mit Grau sich zumengen begannen, dessen sehnigte Glieder und fester Tritt aber an-kündigten, daß er noch allen Ansprüchen des Mannesalters genügenkönne, aus dem Dunkel eines Winkels hervor, wohin er sich wahr-scheinlich begeben hatte, um ungesehen beobachten zu können, und sprach.Da er aber in der Mundart der Wyandots oder Hnronen redete,so blieben seine Worte Heyward unverständlich, schienen aber nachden Geberden, die sie begleiteten, mehr Artigkeit, als Unwillenauszndrücken. Duncan schüttelte den Kopf und bedeutete durch eineGeberde, daß er nicht zu antworten vermöge.

Spricht Keiner meiner Brüder französisch oder englisch?"