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1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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Dreiundzwanzigstes Kapitel.

Spricht auch des Waldes edles ThierSein Recht an in dem Jagdrevier!

Gibt man dem Hirsche Raum und Frist,

Eh' springt der Hund, der Bogen zischt:Wo, wie den Schleicher Fuchs man schlägt,Wann man ihn fängt, doch Niemand frägt.

Die Jungfrau vom See.

Nicht leicht findet inan die Lager der Eingebornen gleich denender besser unterrichteten Weißen von bewaffneten Kriegern bewacht.Don dem Nahen jeder Gefahr, während sie noch ferne ist, wohlunterrichtet, bleibt der Indianer im Allgemeinen sicher mit seinerKenntniß der Zeichen des Waldes und im Vertrauen auf die langenund schwierigen Pfade, die ihn von den gefürchtetsten Gegnern trennen.Der Feind, der durch ein glückliches Zusammentreffen von UmständenMittel gefunden, die Wachsamkeit der Kundschafter zu täuschen,begegnet in der Nähe ihrer Wohnungen selten Schildwachen, welcheLärm machen könnten. Zudem kannten die den Franzosen befreun-deten Stämme das Gewicht des Schlages zu gut, der ihre Feindeeben betroffen hatte, um unmittelbare Gefahr von de» Nationenzu fürchten, welche der brittischen Krone untcrthan waren.

Als sich daher Duncan und David inmitten der Kinder befan-den, welche die bereits erwähnten läppischen Spiele trieben, hattendiese nicht die geringste Kunde von ihrer Annäherung gehabt. Kaumaber waren sie erblickt worden, so erhob die ganze Kinderrotte einstim-mig ein gellendes Warnnngsgeschrei und verschwand wie durch einenZauberschlag vor den Augen der Fremden. Die nackten, lohfarbigenLeiber der sich duckenden Unholde gingen zu dieser Tageszeit so ganzin die Farbe des verwitterten Grases über, daß es Anfangs wirk-lich schien, als ob sie die Erde verschlungen hätte. Als aber dieerste Ueberraschnng vorüber war und Duncan genauer hlnschaute,begegnete sein Blick überall schwarzen, lebhaft rollenden Augen.