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1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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Hier hier da Alles Alles!" rief die unglücklicheMutter mit zitternden, ungeschickten Fingern die leichtern Kleidungs-stücke sich vom Leibe reißend,nimm Alles, nur gib mir meinKind wieder!"

Dxr Wilde verschmähte die werthlosen Lappen und sobald ergewahrte, daß der Shawl bereits die Bente eines Andern gewordenwar, ging sein spöttisches, aber tückisches Lächeln in einen Ausdruckder Wuth über; er zerschmetterte dem Kinde den Kopf an einemFelsen und warf die noch zuckenden Glieder der Mutter vor die" Füße. Einen Augenblick stand die Arme regungslos, ein Bildder Verzweiflung da und blickte wild auf das entstellte Wesen, da«sich erst noch an ihren Busen geschmiegt und ihr zugelächelt hatte;dann erhob sie Augen und Gesicht gen Himmel, als flehte sie Gottan, den ruchlosen Verbrecher zu verderben. Die Sünde einessolchen Gebetes blieb ihr erspart: wüthend über die getäuschteHoffnung, und durch den Anblick des Blute« aufgeregt, spalteteihr der Hurone mit seinem Tomahawk den Schädel. Die Muttersank unter dem Streich und stürzte zu Boden, nach ihrem Kindemit derselben überwältigenden Liebe greifend, mit der sie es imLeben umfaßt hatte.

In diesem gefahrvollen Augenblick brachte Magna beide Händean den Mund und ließ das verhängnißvolle, furchtbare Kriegs-geschrei ertönen. Die zerstreuten Indianer fuhren bei dem wohl-bekannten Rufe auf, wie Rosse, ungeduldig, die Schranken desZiels zu durchbrechen, und plötzlich erscholl durch die Ebene unddie Baumgewölbe des Waldes ein so schreckliches Geheul, wie esselten aus Menschenlippen vernommen ward. Denen, welche cShörten, gerann das Herzblut in einem Entsetzen, wohl nicht vielgeringer, als wenn die Posaune des jüngsten Tags ertönt hätte.

Mehr als zweitausend Wilde brachen auf dieses Signal wüthendaus dem Walde und zogen mit instinktmäßiger Eile auf die verhängniß-»olle Ebene. Wir verweilen nicht bei den empörenden Gräuelscenen,