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1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
Entstehung
Seite
219
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Fragen Sie den französischen General, ob seine Gläser bisan den Hudson reichen!" sprach Munro mit Stolz;und ob erweiß, wann und wo Webb's Heer erwartet werden darf."

General Webb mag sein eigener Dolmetscher seyn," versetzteder schlaue Montealm, indem er mit diesen Worten Munro einenoffenen Brief hinhielt;Sie werden daraus ersehen, mein Herr,daß seine Bewegungen meinem Heere nicht eben viel in den Weglegen werden."

Der Veteran ergriff das dargebotene Papier, ohne zu warten,bis Dnncan Montcalm's Worte verdolmetscht hatte, mit einer Heftig-keit, welche verrieth, wie wichtig ihm sein Inhalt sehn müsse. Währendsein Auge das Schreiben überlies, ging seine Miene plötzlich von demAusdruck militärischen Stolzes in den des tiefsten Kummers über.Seine Lippe begann zu beben, das Papier entfiel seiner Hand unddas Haupt sank ihm auf die Brust, wie einem Manne, dessen Hoff-nungen ein Schlag vernichtet hat. Dnncan hob den Brief aufund ohne die Freiheit, die er sich nahm, zu entschuldigen, warf ereinen Blick auf dessen grausamen Inhalt. Ihr gemeinschaftlicherOberer ermunterte sie nicht nur nicht zum Widerstande, sondern ricthihnen sogar selbst, sich unverzüglich zu ergeben, indem er mit dürrenWorten als Grund anführte, es seh ihm durchaus unmöglich, ihnenauch nur einen einzigen Mann zu Hülfe zu senden.

Hier findet keine Täuschung Statt!" rief Dnncan, indem erden Brief sorgfältig außen und innen untersuchte.Er trägt Webb'SSiegel und es muß der aufgefangcne Brief seyn."

Der Mann hat mich verrathen!" rief Munro endlich bitteraus;er hat das Haus eines Mannes entehrt, dem Schande bisherunbekannt war, und Schmach über meine grauen Haare gebracht!"

Sagen Sie das nicht!" rief Duncan;noch sind wir Herrendes Forts und unserer Ehre. Wir wollen unser Leben um einenPreis verkaufen, der selbst unfern Feinden zu thener erscheinen soll!"

Sohn, ich danke dir!" rief der alte Mann, der wie aus einer