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1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
Entstehung
Seite
218
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Als dieser Beginn Munro mitgetheilt wurde, antwortete ermit Würde, aber mit hinreichender Höflichkeit:

So sehr ich ein solches Zeugniß von Monsieur de Montcalmzu schätzen weiß, so wird es mir doch noch werther sehn, wenn ich«s besser verdient haben werde."

Der französische General lächelte, als ihm diese Antwort über-setzt wurde, und bemerkte:

Was man erprobtem Muthe so gerne gewährt, dürfte nutz-loser Hartnäckigkeit verweigert werde». Monsieur beliebe, meinLager anzusehen, meine Truppen zu zählen und sich selbst von derUnmöglichkeit eines längeren Widerstandes zu überzeugen!"

Ich weiß, daß der König von Frankreich gut bedient ist,"rrwiederte der unerschütterliche Schotte, sobald Duncan seine Ueber-setzung beendigt hatte;aber mein königlicher Gebieter hat ebensowiele und ebenso getreue Truppen."

Die aber zum Glück für uns nicht bei der Hand sind," ent-gegnen Montcalm, ohne in seinem Eifer auf den Dolmetscher zuwarten.Es gibt ein Kriegsgeschick, dem sich der tapfere Mannmit demselben Muthe unterwerfen muß, mit dem er den Feindendie Stirne bietet."

Hätte ich gewußt, daß Monsieur de Montcalm des Englischen somächtig ist, so hätte ich mir die Mühe eines so unvollkommenen Ver-dolmeischens erspart;" versetzte Duncan empfindlich und trocken, indem«r sich augenblicklich seines neulichen Jntcrmezzv's mit Munro erinnerte.

Verzeihen Sie, mein Herr," entgegnete der Franzose, indem«ine leichte Röthc über seine dunkle Wange flog.Es ist ein großerUnterschied zwischen dem Sprechen und dem Verstehen einer fremdenSprache, Sie werden daher die Gefälligkeit haben, mir auch fernerIhren Beistand nicht zu entziehen." Dann fuhr er nach einer Pausefort:Diese Berge hier machen es uns sehr bequem, ihre Werkezu rekognosziren, meine Herren, und ich kenne vielleicht ihren schwachenZustand so gut, als Sie selbst."