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sie für die Vernachlässigung des Ritters eine Entschuldigung in derPflicht des Soldaten finden?"
Cora antwortete nicht sogleich, sondern wandte ihr Gesicht aufdas Wasser, als ob sie beobachtete, was auf dein Hvrican vorqehe.Als sie ihr dunkles Auge auf den jungen Mann richtete, lag einsolcher Ausdruck von Bangigkeit darin, daß er jeden andern Gedanken,als den herzlicher Besorgniß, aus seinem Gemüthe verdrängte.
„Sie sind nicht wohl, theuerste Miß Munro?" rief er; „wirtonnten scherzen, während Sie leiden!"
„Es ist Nichts," antwortete sie, indem sie seinen angebotenenArm mit weiblicher Zurückhaltung ablehnte. „Daß ich das Lebennicht von seiner Sonnenseite betrachten kann, wie diese harmlose,glühende Schwärmerin," fuhr sie fort, indem sie ihre Hand leicht,aber zärtlich auf den Arm ihrer Schwester legte, „ist die Schuldder Erfahrung und vielleicht ein unglücklicher Zug meines Wesens.Sehen Sie," fügte sie hinzu, als wollte sie aus Pflichtgefühl sichaller Schwäche entschlagen, „blicken Sie um sich, Major Heyward,und sagen Sie mir, welche Aussicht dies ist für die Tochter einesSoldaten, dessen größtes Glück seine Ehre und sein Kriegsruf ist."
„Beide sollen und können nicht befleckt werden durch Umstände,denen er nicht gebieten kann," erwiederte Duncan mit Wärme.„Aber Ihre Worte rufen mich zu meiner eigenen Pflicht zurück.Ich gehe jetzt zu Ihrem ritterlichen Vater, um seinen Entschlußin Dingen von höchster Wichtigkeit, unsere Vertheidigung betreffend,zu vernehmen. Gott segne Sie in jeglichem Geschick, edle Cora, —denn so kann und muß ich Sie nennen." Sie reichte ihm frei dieHand, obgleich ihre Lippe bebte, und ihre Wangen allmälig eineTodtenblässe überschlich. „In jeglichem Geschick werden Sie, ichbin's gewiß, eine ehrenreiche Zierde Ihres Geschlechtes seyn. —Alice, adieu!" — sein Ton ging von Bewunderung in Zärtlichkeitüber — „Adieu, Alice; wir werden uns bald Wiedersehen, alsSieger hoffe ich, und unter Freudenbezeugungen!"