die uns nichts mehr hoffen läßt! — Chingachgsok" — hier spracher Delawarisch — „mein Bruder, wir haben »nsern letzten Kampfzusammen gekämpft, und die Maquas werden trinmphiren überden Tod des weisen Mannes der Mohikaner »nd des Blaßge-sichtes, dessen Auge Nacht zu Tag und Wolken zu Frühlingsnebelnmachen kann!"
„Laß die Mingoweiber über ihre Erschlagenen weinen!" ent-gegnete der Indianer mit charakteristischem Stolz und unerschütter-licher Festigkeit; „die große Schlange der Mohikaner hat sich inihre Wigwams aufgerollt und ihren Triumph mit den Wehklagender Kinder vergiftet, deren Väter nicht mehr zurückgekehrt sind!Eilf Krieger liegen von den Gräbern ihres Stammes entfernt, seitder Schnee geschmolzen ist, und Niemand kann sagen, wo fle zu findensind, wenn Chingachgook's Zunge verstummt! Laß sie ihr schärfstesMesser ziehen, und ihren flinksten Tomahawk schwingen: denn ihrbitterster Feind ist unter ihren Händen, llncas, letzter Zweigeines edeln Stammes, rufe den Memmen, daß sie sich beeilen, sonsterweichen ihre Herzen und sie werden zu Weibern!"
„Sie suchen unter den Fischen nach ihren Todten!" antwortete dieleise, sanfte Stimme des jugendlichen Häuptlings; „die Hnroneuschwimmen mit den schleimige» Aalen. Sie fallen von den Eichen,wie die Frucht, reif zum Essen! und die Delaware» lachen!"
„Ja, ja," murmelte der Kundschafter, welcher diesen eigenthüm-lichen Herzensergießungen mit größter Aufmerksamkeit zugehörthatte; „sie haben ihr indianisches Herz erwärmt und werdenbald die Maquas aufsordeNi, ein baldiges Ende mit ihnen zu machen.Was mich betrifft, der ich das reine Blut der Weißen in mir trage,ich muß sterben, wie es meiner Farbe ziemt, mit keinem Scheltwortim Munde und keiner Bitterkeit im Herzen!"
„Warum aber sterben k" fragte Eora: von der Srellc vor-tretend, wo sic bis aus diesen Augenblick natürlicher Schreck unterdem Schutze des Felsen gehalten hatte. „Flieht in die Wälder undDer letzte Mohikan. 7