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„Ich heiße sie Irokesen, weil mir jeder Eingeborne, der eine
fremde Sprache spricht, als Feind gilt, wenn er anch vvrgibt, dem
Könige zn dienen! Wenn Wcbb von einem Indianer Treue undRedlichkeit haben will, so hole er die Stämme der Delaware»und schicke diese raubsüchtigen, lügenhaften Mohawks und Oneidas
mit ihren sechs Nationen von Lumpenkerls dahin, wohin sie ihrer
Natur nach gehören, zu den Franzosen""
„Dann würden wir einen kriegerischen Freund gegen einen un-brauchbaren vertauschen. Ich habe gehört, daß die Delaware» dasSchlachtbeil niedergelegt haben und sich's gefallen ließen, Weibergenannt zu werden."*
„Ja, Schande auf die Holländer und die Jrokestn, die siedurch ihre Teufeleien zu einem solchen Vertrage verleitet haben!Aber ich kenne sie seit zwanzig Jahre» und nenne den einen Lüg-ner, welcher sagt, daß Mcmmenblut in den Adern eines Delaware»stieße. Ihr habt ihre Stämme von dem Seegestade vertriebenund glaubt nun gerne, was ihre Feistde sagen, um Nachts ruhigerauf euren Kiffen zu schlafet,. Nein, nein; bei mir ist jeder Indi-aner, der eine fremde Sprache redet, ein Irokese, mag nun die
Burg seines Stamms in Canada oder in Uork stehen."**
Als Heywarb sah, daß die hartnäckige Anhänglichkeit des Kund-schafters anseine Freunde, die Delaware» oder Mohikaner—sie warenZweige desselben zahlreichen Volkes — eine nutzlose Erörterungherbeiführen dürste, so ging er auf einen andern Gegenstand über.
„Vertrag oder nicht, ich sehe jetzt wohl, daß eure zwei Be-gleiter wackere und vorsichtige Krieger sind. Hörten oder sahen sie
etwas von unser» Feinden?"
* Ter Leser wird sich erinnern, daß New-Uork urjpriinglich eine Kolonieder Holländer war.
» Die ursprünglichen Dörfer der Indianer werden noch jetzt von denWeißen in New-Uork Castles genannt. Oneida-eastle ist jetzt ein zer-streut liegender Weiler! der Name ist aber noch in Aller Mund.