Druckschrift 
1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
Entstehung
Seite
58
Einzelbild herunterladen
 

58

Einen Indianer spürt man vorher, che man ihn sieht," ant-wortete der Kundschafter, den Felsen hinansleigend und den Nehbocknachläßig hinwerfend.Ich verlasse mich ans andere Zeichen, alssolche, die ins Auge fallen, wenn ich den Mingos auf der Spurbin."

Sagen eure Ohren euch, daß sie unser Versteck ausgespürthaben?

Das sollte mir sehr leid thun, obgleich es ein Ort ist, denMuth und Tapferkeit gegen einen scharfen Angriff vertheidigcnkönnten. Ich will jedoch nicht längnen, daß die Pferde, als ich anihnen vorüberging, sich zusammen drückten, als ob sie Wölfewitterten, und ein Wolf ist ein Thier, das gerne um einen india-«ischen Hinterhalt streicht und auf den Abfall von dem Wilde, dassie erlegen, zu lauern Pflegt."

Ihr vergeht den Rehbock dazu euer» Füße»! oder verdankenwir ihren Besuch nicht dem tobten Füllen? Ha, was ist das fürein Geräusch?

Arme Mirjam!" murmelte der Fremde,dein Füllen wardverdammt, eine Beute der ranbsüchtigcn Bestien zu werden. Dannerhob er Plötzlich unter dem ewigen Getöse der Wogen seine,Stimme und sang laut:

Acghptens Erstgeborne schlug erVom Menschen nnd vom Vieh znmal!

Aegstpten, Wunder zu dir sandö erAns Pharao und seine Diener all!

Der Tod des Füllen liegt seinem Eigenthümcr schwer auf demHerzen," sprach der Kundschafter;cs ist immer ein gutes Zeichen,wenn man noch etwas auf seine stummen Freunde hält. SeineReligion läßt ihn glauben: was geschehen soll, müsse doch geschehen,und bei dieser Ueberzeugung wird es schwer ihm darzuthun, daß csvernünftig ist, ein vierfüßiges Thier zu tödten, m» das Leben vonMenschen zu retten. Ihr habt vielleicht Recht," fuhr er fort, indem