geweiht, und die Schwestern empfanden ei» wohlthuendes Gefühlnon Sicherheit, als sie seine romantischen, wenngleich nicht schreck-lasen Schönheiten betrachteten. Eine allgemeine Bewegung unterihren Führern rief sie jedach bald pan dem Anschanen dieser Zau-ber, welche die Nacht dem Orte verliehen hatte, zu dem peinlichenBewuftseyn wirklicher Gefahr zurück.
Die Pferde waren a» einigen zerstreuten Gesträuchen, die ausden Spalten der Felsen wuchsen, angebunden und mußten hier, imWasser stehend, die ganze Nacht gubringen. Der Kundschafter hießHeyward und seine angstvollen Begleiter sich in das vardere Endedes Canae setzen und nahm selbst Besitz von dem andern, so auf-recht und fest, als ab er in einem Fahrzeug van viel stärkeremMaterial dahinführe. Die Indianer zagen sich behutsam zu derStelle zurück, die sie verlassen hatten, als der Kundschafter, seineRuderstange gegen einen Felsen stemmend, mit einem kräftigenStoß die gebrechliche Barke mitten in die stürmische Strömung trieb.Mehrere Minuten war der Kampf zwischen dem leichten Fahrzeug,in dem sie fuhren, und dem ungestümen Strame ernst und zweifel-haft. Da die Reisenden keine Hand rühren durften und beinahenicht zu athmen wagten, um nicht das schwache Schifflein derWuth des Strames preiszugeben, starrten sie in fieberhafter Span-nung auf die schäumenden Wogen hin. Oft glaubten sie, diewirbelnde Springfluth stürze sie in unvermeidliches Verderben^—dochjedesmal stemmte die Meisterhand des Steuermanns den Bug desCauoe's der Strömung entgegen. Eine lange, kräftige, und wiees den Frauen schien, verzweiflungsvolle Anstrengung beschloß denKampf. Gerade als Alice ihre Augen vor Entsetzen geschlossenhatte, weil sie glaubte, von dem Strudel am Fuße des Wasserfallsverschlungen zu werden, blieb das Canoe an der Seite des flachenFelsens, der mit dem Wasser von gleicher Höhe war, wie ange-wurzelt stehen.
„Wo sind wir? Was ist zunächst zu thun?" fragte Heyward,