horchte er mit ängstlicher Aufmerksamkeit, ob nicht etwa ein Lautaus dem schlummernden Walde berrordringe. Wenn er sich über-zeugt hatte, daß Alles ruhig war, und er selbst mit seinen geübtenSinnen kein Zeichen annähernder Feinde entdecken konnte, fuhr ermit großer Bedächtlichkeit langsam und vorsichtig weiter. Endlicherreichten sie eine Stelle in dem Fluß, wo Heyward'ö umherschwei-sendcs Auge eine Gruppe schwarzer Gegenstände gewahrte, die sichauf einem Punkte beisammen fanden, wo das höhere Ufer einen tie-feren Schatten auf die finsteren Gewässer warf. Er zögerte, weiterzu fahren, und richtete die Aufmerksamkeit seines Begleiters aufdiese Stelle. „Nun," versetzte der ruhige Mann, „die Indianerhaben hier die Thiere mit der den Eingebornen eigenen Vorsichtnntcrgebracht. Das Wasser läßt keine Spur zurück und selbst die Angeneiner Enke würden in der Finsterniß einer solchen Höhle erblinden."
Die ganze Parthie war jetzt vereinigt und eine zweiteBerathnng zwischen dem Kundschafter und seinen neuen Genossenerfolgte, während welcher sie, deren Schicksal'von der Treue undRechtlichkeit dieser unbekannte» Waldbewohner abhing, ein wenigMuße hatten, sich genauer umzusehen.
Der Fluß war zwischen hohe und rauhe Felsen eingezwangt,von denen einer über die Stelle, wo das Canoc ruhte, herüberhing.Da diese wieder von hohen Bäumen überragt wurden, welche andem Rande des Absturzes zu schwanken schienen, so war cs, alsob der Strom ein tiefes und enges Thal durchflösse. Unter diesenfantastischen Felsrändern, nnd den zackigen Baumgipfeln, welchesich hier nnd da dunkel an den gestirnten Zenith malten, lag Allesin dichter Finsterniß. Hinter ihnen begränzte die Krümmung derUfer bald die Aussicht durch dieselbe dunkle und waldige Säumung,aber vorne und scheinbar in geringer Entfernung schien das Was-ser zum Himmel emporgethürmt, und stürzte von da in Höhlen, ansdenen jene unheimlichen Töne, welche die Abcndluft erfüllten, sichvernehmen ließen. Der Ort schien wirklich der Abgeschiedenheit