„Ja gewiß," erwiederte der Fremde, indem er fleißigen Gebrauchvon seinem dreieckigen Castor machte, um eine Cireulation in dergeschloffenen Luft des Waldes zu bewirken, und seine Zuhörer inZweifel ließ, auf welche der Fragen des jungen Mannes er ant-wortete. Als er jedoch sein Gesicht abgekühlt hatte und wieder zuAthen» gekommen war, fuhr er fort: „ich höre. Sie reiten nachWilliam Henry, und da ich ebendahin reise, so schloß ich, gute Ge-sellschaft würde mit den Wünschen beider Parteien zusammentreffen."
„Sie scheinen das Vorrecht der entscheidenden Stimme zuhaben," erwiederte Hepward;" wir sind unser drei, und Sie habenNiemand, als sich selbst zu Rath gezogen."
„Gewiß. Das Erste, »vorüber »vir im Reinen seyn müssen, sind»vir selbst. Ist man dessen gewiß — und wo Weiber mit im Spielsind, ist dies nichts Leichtes — so ist das Nächste, dem Entschlüsse gemäßzu handeln. Ich suchte beides zu thun und hier bin ich."
„Wenn Sie nach dem Sec reisen," versetzte Heyward stolz,„dann sind Sie nicht auf dem rechten Wege, die Straße liegt wenig-stens eine halbe Meile hinter uns."
„So ist es," erwiederte der Fremde, durch den kalten Empfangnicht entmnthigt. „Ich habe mich in Edward eine Woche auf-gehalten, und müßte stumm seyn, wenn ich mich nicht nach demWeg, den ich zu nehmen habe, erkundigt hätte; und wäre ich stumm,so hätt's auch mit meinem Beruf ein Ende."
Er lächelte vor sich hin, wie Einer, dem die Bescheidenheitverbietet, seine Bewunderung über einen zum Besten gegebenen, denZuhörern aber unverständlichen Witz offen darzulegen, und ssuhrdann fort: „Es ist nicht klug bei Leuten von meinem Beruf, mitdenen, welche sie zu unterrichten haben, sich zu gemein zu machen:deshalb folge ich nicht dein Heereszug; zudem glaube ich, daß einGentleman Ihres Standes am besten zu reisen weiß, und habemich daher entschlossen, Ihnen Gesellschaft zu leisten, danrit derWeg durch gegenseitige Mittheilung unterhaltender werde."