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1 (1841) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
Entstehung
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Aller Zweifel über Webbs Absicht verschwand, und die nächsten paarStunden sah man nichts, denn eilige Fußtritte und bängliche Gesich-ter. Der Neuling in der Kriegskunst siog von Punkt zu Punkt,.seine eigenen Zubereitungen durch das llebermaß eines ungestümenund etwas unordentlichen Eifers hemmend, während der erfahrenereKrieger seine Vorkehrungen mit einer Besonnenheit traf, die allenAnschein der Eile verschmähte, obwohl seine ernsten Züge und seinunruhiges Auge verriethen, daß er keine besondere Lust zu dem nochunversuchten, gefürchteten Krieg in der Wildniß in sich verspürte. End-lich sank die Sonne in einer Fluth von Glorie hinter die entferntenwestlichen Hügel, und als die Finsterniß ihren Schleier um den ab-geschiedenen Ort zog, verstummte allmählig das Geräusch der Zu-rüstung. Das letzte Licht verschwand endlich aus dem Blockhaus-zimmer eines Offiziers; die Bäume warfen tiefere Schatten ans dieWälle und den kräuselnden Strom, und bald herrschte in dem Lagerso tiefe Stille, als in dem Walde umher.

Gemäß den Befehlen der vorigen Nacht unterbrach das Wir-beln der Lärmtrommeln, deren schallendes Echo in der feuchten Mor-genluft aus jeder Richtung der Wälder wiedertöute, den tiefen Schlafdes Heeres, als eben der Tag die rohen Umrisse einiger hohen Fich-ten in der Nähe an den Glanz eines milden, wolkenlosen östlichenHimmels zu zeichnen begann. Im Augenblick war das ganze Lagertn Bewegung. Selbst der niedrigste Soldat sprang von seinemLager auf, um Zeuge von dem Abmarsche seiner Kameraden undden aufregenden Vorfällen des Augenblicks zu seyn. Die kleineauserlesene Truppe hatte sich bald in Marschvrdnnng aufgestellt.Während die regelmäßigen, geübteren Soldaten des Königs sich stolzauf den rechten Flügel zogen, nahmen minder anspruchsvolle Pflan-zer ihre bescheidenere Stellung auf dem linken mit einer Gewandt-heit ein, die lange Uebung ihnen zu eigen gemacht hatte. DiePatrouillen brachen auf, starke Bedeckungen zogen vor und hin-ter den schwerfälligen Gepäckwagen, und ehe das graue Zwielicht den