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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 13 (1821) Nachlese
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III. Necensionen.

studierende Iünoling lese sie als Warnung. Er siebethier einen Mann von edeln Anlagen des G.istcs undHerzens nicht nur nicht werden was er ftyn konnte,sondern sicht auch die Ursachen, warum ers nichtward, auf eine schreckhafte Weise,

Auch in dem feinsten Vergnügen gicbt cs einUebcrmaaß, das, wenn die Seele sich dazu gewohnt,Ausschweifung (ckskuualrs) wird. Es entwöhntvon BerufSgcschaften, von 'Ausdaurung bei mühsa-men oder ungefälligen Arbeiten; es macht zuerstleichtsinnig, dann oberflächlich und gegen sich selbstgelinde, zuletzt matt und über sich selbst verzagend.Wer seine Kräfte nicht fortwährend auch an denungefälligsten Arbeiten, sobald sie uns Pflicht sind,üben lernte, ward nie Meister über sich selbst, ge-nießt also auch nie die edelste Gewißheit, sich selbstgebieten zu können und geht, wenn ihn das Glücknicht außerordentlich anlacht, mit dem besten Ge-müth, mit den schönsten Anlagen drohenden Gefah-ren entgegen. Bürgers Lcbcnsgang zeigt diesesSchritt für Schritt. Er lernte vieles, nur nichtsich selbst bezwingen, anhaltend ausdaucrn, Maas undZweck feiner Bestimmung kennen; er ward also niefein selbst mächtig.

Und wenn wir hier deutlich wahrnehmen, woherdies kam? woher einem liebenswürdigen Gcmüchdiese Zwecklosigkeit und eigentlich so zu nennendeUnart zur Gewohnheit werden konnte? ja wer-den mußte? so erschrickt man über die Sammel-plätze, genannt akademische Institute, aufdenen als auf anerkannten Platzen der Freiheit sich.