III. Recensionen.
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selbst überlassene Jünglinge leichter nichts als dieseLiren; , eine Losgebundenhcit auch in Beschäfti-gungen und Arbeiten, kurz akademische Will-kühr lernen und üben. Jeder studirt was er will,wie viel und wie lange crs will, ohne Zwang undAufsicht, aber auch ohne Zucht im edleren Wort-vcrstande. Alles kommt auf die Zeit an, in welcheer trifft, welche Mode, welcher Geschmack, welcheSucht eben in dem Wirbel, der ihn ausnimmt,herrsche; er folgt dem Wirbel oder schafft einen neuenum sich her. Sehr gut ists, daß in unserer Zeitauch hierüber das Verborgene an den Tag kommt;Lebensbeschreibungen wie Laukharts u. a., die,was zu ihrer Zeit auf Akademieen als Lebens-weise galt, unverholen sagen , sind die nützlichstenWecker und Warner. Indem sie einen Abgrund auf-decken , der in den kustis der Universitäten gewöhn-lich nicht gcmahlt steht, sagen sie Eltern, Vormün-dern, Lehrern, Curatoren, Fürsten dringend-nützlicheWorte.
Bürgers erste akademische Jahre fielen indie Zeiten der Klotzischcn Schule; ein Unglückwars, daß er zu lange auf Universitäten, nachhereiner Universität zu nahe blieb und in sie gleichsamzurücksiel. Da verkam und verschmachtete er imAltgesellcnstande. Einem Petrarca, der in seinenjüngern Jahren Manches mit unscrm Dichter ge-mein hatte, kam seine Nation , seine Zeit zu Hülfe;sie hoben ihn und halfen ihm auf. Dem armenBürger half nichts auf, und zuletzt war ihm nichtaufzuhclfen. Er ging zu Grunde.