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III. R e c ensi o n e n.
„daß wer davon abwricht, unsre Empsindungsart„gewaltsam verändert. Jede Nation hat ihrc eigne„Empsindungsart, durch ihre Sprache ausgcdrückt;„und jede Sprache hat ibren eignen Wohllaut, dem„Sinn und Organ der Nation angepaßt, die sie spricht.„Daher fremden Wohllaut in unsre Sprache mi-„schcn, oder solche durch gezwungene Stellungen„gleichsam verzerren, äußerst widrig ist und jeder-zeit für Barbarismus gelten muß. Der Dichter„dürfte dies am wenigsten wagen; denn da er für„die Gefühle spricht, und dem Zuhörer den in ibm„selbst verborgenen eignen Laut gleichsam nur ab-„zulocken sucht, so beleidigt und verwirrt er sein„Gefühl durch fremde und gezwungene Töne aufs„gewaltigste. Nur, wenn der Dichter Gegenstände„auf eine Weile singt, die ein geleh rteres Ohr„erfordert, darf er Abweichungen wagen; doch müs-„scn solche nicht als Nothdurst oder Federung er-scheinen , sondern als ein Geschenk, von dein man„den Gewinn sogleich gewahr wird."
„Aller Vorthcil scheint hauptsächlich darinn zu„liegen, daß man die Sprache gut spricht, das„heißt, sie auch gut ausspricht. Hiermit hat„die Natur einen gewaltigen Unterschied in das Or-„gan der Menschen selbst gelegt; und hiermit ist auch„am meisten Verfeinerung und Verbesserung anzu-„bringen. Wohlgesctzte Tone, wohlgcsprochcn, ent-zücken jedes menschliche Ohr; aber am meisten in„der Sprache, die uns zugehört, und durch die ein„reicherer Empsindungsquell uns zuströmt. Bci„Gedichten ist dieses Studium der A ussp r a-„c h e am meisten zu empfehlen, da sie auf Ohr